Bauernbund, Südtiroler Landwirt | 23.05.2018

Landwirtschaft von ihrer besten Seite zeigen

Den Bauern über die Schultern schauen können Interessierte beim 4. Bauernhof-Sonntag am 27. Mai. Er ist eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was bäuerliche Familien leisten und so Vorurteilen zu begegnen. Heuer präsentiert sich der Bauernhof-Sonntag im neuen Kleid.  Mehr...

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EDITORIAL

Selbstbewusst und demütig auf der Bühne

Die Südtiroler und ihre Feriengäste bewegen sich gerne in der freien Natur. Da treffen sie immer wieder auf uns Bäuerinnen und Bauern. Die meisten Mitbürger schätzen unsere Arbeit und vertrauen uns. Aber sie sind auch kritischer geworden. Sie wollen genauer wissen, ob wir auf Natur, Tiere, Landschaft und Menschen achten. Das mag anstregend für uns sein, ist aber auch eine Chance. Denn ich bin überzeugt: Wir haben gute Karten, sie zu überzeugen. Südtirols Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder den neuen Anforderungen angepasst und wird diesen Weg konsequent weiter gehen. Aber wir müssen uns auch nicht verstecken. Wir können erwarten, dass Kritiker offen mit uns reden.
Auf der anderen Seite müssen wir ihnen die Gelegenheit bieten, unsere Arbeit kennenzulernen. Genau das tun wir als Bauernbund mit dem Bauernhof-Sonntag. Noch mehr gefragt ist jeder einzelne von uns. Denn das ganze Jahr stehen Bäuerinnen und Bauern durch ihre Arbeit auf der großen Bühne der Landschaft: Sichtbar für jeden! Wer Sprühnebel sieht, fürchtet um seine Gesundheit. Wer aus der Zeitung erfährt, dass Tiere im Stall verenden, denkt schlecht über die Tierhalter. Da wird jeder einzelne von uns zum Vorbild – oder eben zum abschreckenden Beispiel. Und beim guten Ruf schadet leider schon ein einziges schwarzes Schaf allen weißen. Wir alle sollten also eines beherzigen: Seien wir demütig gegenüber der Schöpfung. Dann können wir uns selbstbewusst als unsere eigenen Botschafter auf die Bühne stellen.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


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Die Großfamilie, kraftvolle Stütze

In einer Großfamilie wird es nie langweilig, jeder Tag bringt neue Überraschungen. Besonders für die Eltern gilt es deshalb, den Überblick zu bewahren: Da sind die Kinder, dort die ältere Generation, die oft Hilfe oder Pflege braucht. Da ist der Beruf und dort der viele Papierkram. Auch finanziell ist die Großfamilie eine Herausforderung. Sie gibt aber auch Geborgenheit, Heimat und Kraft. In gegenseitigem Respekt versuchen die Generationen füreinander Stütze zu sein. Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation hat den Wert der Großfamilie erkannt und setzt sich für eine entsprechende Familienpolitik ein. Möge sie offene Ohren dafür finden! rar


FLOP

LW10_FLOP-www.pixabay.com

Der Wolf, die heiße Kartoffel

Am Thema Wolf will sich anscheinend niemand die Finger verbrennen: Brüssel nicht, indem es die Mitgliedsländer ermutigt, eigene Maßnahmen zu ergreifen, die laut Verordnung ja ausdrücklich vorgesehen sind. Rom aber auch nicht, weil die Staat-Regionen-Konferenz den zur Abstimmung vorgelegten Wolfsplan versenkt hat. Also gibt es – zumindest auf absehbare Zeit – weder einen europäischen noch einen italienischen Lösungsansatz. Die Zeit drängt aber. Man erwartet starke Zuwächse, das Problem dürfte sich rasch zuspitzen. Also muss das Land Südtirol die heiße Kartoffel übernehmen und es mit einem eigenen Gesetz zu richten versuchen. rar

(Foto: www.pixabay.com)