Bauernbund, Südtiroler Landwirt | 24.07.2017

„Wasser sichern und besser verteilen“

Die Ressource Wasser sichern, besser verteilen, effizienter managen und gezielt in moderne Technologien investieren – für Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner die großen Herausforderungen im Bereich Wasser. Auch an die Gesellschaft hat er eine klare Botschaft. Mehr...

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EDITORIAL

Jetzt ist der Kopf frei für den Blick nach vorne

In den vergangenen Jahren haben wir in der Südtiroler Landwirtschaft gar einige Brandherde löschen müssen. Einer davon war die Auszahlung der Flächen- und Tierprämien (S. 31). Sie konnten nur mit großer Verspätung ausgezahlt werden. Das Schlamassel hat mehrere Ursachen: Angefangen von der späten Entscheidung der EU über technische Probleme bei der digitalen Erfassung und Verarbeitung der Daten bis zur Erkenntnis der Landesverwaltung und Landespolitik, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.
Inzwischen aber ist ein Großteil der Rückstände aufgeholt und eine Auszahlung der noch ausstehenden Gelder in Sicht. Mehr noch: Die Vorschusszahlungen im heurigen November dürften regulär über die Bühne gehen. Damit ist die lange ersehnte Normalität wiederhergestellt.
Wir alle wissen: Klar denken kann man am besten, wenn man den Kopf frei hat und nicht dauernd auf Notfälle reagieren muss. Das brauchen wir jetzt auch dringend. Denn in der EU wird schon heftig über die Gemeinsame Agrarpolitik  nach 2020 diskutiert. Da wollen viele mitdiktieren, die nicht aus der Landwirtschaft kommen (S. 11). Und nach dem Ausfall des Nettozahlers Großbritannien wollen viele das Agrarbudget zugunsten anderer Bereiche kürzen. Also müssen wir die Anliegen der Landwirtschaft gut vertreten. Dazu brauchen wir zum einen eine einheitliche Südtiroler Position, zu der Politik und Bauernstand bedingungslos stehen. Zum zum anderen brauchen wir gute Partner im Alpenraum, die mit uns die gemeinsamen Anliegen der Berg­gebiete vorantreiben.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

TOP_Netzwerk HdT

Große Hoffnung auf viele Schritte

Mit einem neuen Unternehmensnetzwerk wollen die Verbände der Vieh- und Milchwirtschaft ihre Zusammenarbeit verstärken (S. 41). Konkrete Ideen gibt es bei Verwaltung, Informatik, Personal usw. Das Potenzial ist noch viel größer: Es soll dem Sektor eine einheitliche Stimme geben und bei Vermarktung, Forschung und Entwicklung neue Impulse verleihen. Insider wissen: Weil eine Fusion nicht machbar war, ist das der gemeinsame Nenner. Vielleicht ist das auch gut, weil von den Mitgliedern eher akzeptiert. Und wenn alle Beteiligten wirklich viele konkrete Schritte setzen wollen, kann aus diesem Netzwerk sehr viel werden. Wenn nicht, bleibt es eine leere Hülse. gst


FLOP

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Leeres Versprechen von freier Fahrt

Eines vorneweg: IDM und Bauernbund arbeiten eng und hervorragend zusammen – im Dienste des Landes und der Bauern.
Aber gerade unter Partnern braucht es nach Missverständnissen auch klare Worte. IDM wirbt auf Plakaten für Mountainbiker mit „Freier Fahrt“ und Kommunikationsleiter Thomas Aichner sprach sich im RAI-­Südtirol-Morgentelefon „gegen Reglementierung“ und „für Kanalisierung“ aus (S. 13). Der Bauernbund dagegen setzt seit Jahren auf die Politik der Vereinbarungen. Sie funktionieren fast überall gut. Wo sie nicht funktionieren, braucht es aber Verbote – und da ist freie Fahrt einfach eine
Illusion und somit ein falsches Versprechen. gg