Südtiroler Landwirt, Rechtsberatung | 08.11.2018

Keine Angst vor dem Pachtvertrag!

Noch immer haben viele Grundeigentümer Vorbehalte gegen ein Pachtverhältnis. Zu Unrecht! Denn ein Pachtvertrag ist die sicherste Lösung für Pächter und Verpächter – vor allem wenn er mit „Beistand einer Berufsorganisation“ vereinbart wurde. Mehr...

Bauernbund

Unwetter: Trauer um verunglückten SBB-Ortsobmann
Mehr …

Politik

EU-Agrarpolitik: Was aus Südtiroler Sicht zu klären ist
Mehr …

Produktion

Kreativ: Spitzenköche schaffen Neues mit alter Technik
Mehr …

Spezial

Interpoma: Was die Besucher der Messe erwartet
Mehr …


EDITORIAL

Er hätte mit Freude weiter gemacht 

Er hätte sich erneut der Wahl gestellt: Giovanni Costa, seit fünf Jahren unser Ortsobmann in St. Martin in Thurn, hätte diese Aufgabe gerne weitere fünf Jahre ausgeübt. Weil er es gern gemacht hat. Und ich füge hinzu: Weil er es gut gemacht hat! Ich bin überzeugt: Unsere Bauernbund-Mitglieder in St. Martin hätten sich gerne weiter von ihm vertreten lassen. 
Es war ihm nicht vergönnt. Am 29. Oktober wurde er als Feuerwehrmann Opfer der heftigen Unwetter (S. 6), die in Südtirol zwei weiteren Menschen das Leben gekostet, einige Verletzte und viele große Schäden im Wald und andernorts hinterlassen haben (S. 5).
Unser erster Gedanke gilt den Hinterbliebenen. Allen Verletzten wünschen wir vollständige Genesung. Und allen von Schäden Betroffenen wünschen wir, dass Südtirols Gesellschaft – Politik, Einsatzkräfte, Verwaltung,  Verbände, Privatinitiativen und Einzelpersonen – zusammen steht und alles daran setzt, die Schäden in Grenzen zu halten. Auch wir als Bauernbund werden unseren Beitrag leisten.
Möge uns Giovanni Costa ein Vorbild sein: ein herzensguter Familienvater, besonnen, positiv eingestellt, auf vielen Ebenen für die Allgemeinheit da! Wir können nur froh sein, Funktionäre wie ihn in unseren Reihen zu haben. In wenigen Wochen wäre auch seine Amtsperiode zu Ende gegangen. Besonders ihm, aber auch allen anderen Bauernbund-Funktionären möchte ich für ihren bisherigen Einsatz danken. Ebenso allen, die sich der nun bevorstehenden Bauernbund-Wahl stellen und bereit sind, sich die nächsten fünf Jahre aktiv auf Orts-, Bezirks- und Landesebene einzusetzen.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

Top-neu_Foto Marco Parisi

Den Nerv der Zeit getroffen

Es gibt wenige Fachmessen in Bozen, die so stark über die Grenzen unseres Landes hinausstrahlen, dass sie eine ganze Branche in den Bann ziehen. Wenn alle zwei Jahre im November am Bozner Messegelände die Interpoma (ab S. 49) ihre Tore öffnet, dann ist der Slogan „Die Apfelwelt blickt nach Bozen“ nicht bloß eine leere Worthülse, sondern eine Tatsache. Dieses „Top“ gebührt daher jenen, die vor 20 Jahren den Mut hatten, eine eigenständige Messe für ein einziges Produkt auf die Beine zu stellen. Ein Lob verdienen aber auch die Organisatoren von heute, die es schaffen, in Sachen Technik und Kongress-Themen immer den Nerv der Zeit zu treffen.  bch

(Foto: Marco Parisi, Messe Bozen)


FLOP

Vertrag_www.pixabay.com

Die Scheu noch nicht überwunden

Es trifft wohl mehr Bauern, als weithin angenommen: Sie bewirtschaften Felder anderer Eigentümer, haben aber nur ein mündliches Abkommen und sind damit nicht im LAFIS-Bogen eingetragen (S. 30). Oft genug bedeutet dies Probleme mit Gewässerschutz und flächenbezogener Milchwirtschaft, abgesehen davon, dass der Eigentümer eventuell auch die Förderungen für diese Flächen behält. Die sauberste Lösung: Ein Pachtvertrag mit „Beistand der Berufsorganisation“! Zu viele Eigentümer scheuen noch immer davor zurück; oft genug aus reiner Unkenntnis. Es wird Zeit, da-rüber aufzuklären, dass diese Form des Pachtvertrages die sicherste Lösung für beide Seiten ist!  gst

(Foto: www.pixabay.com)