Bauernbund, Bezirke | 28.09.2022

Mahnfeuer gegen den Wolf in 53 Gemeinden

Am 30. September entzünden Tierhalter in mehreren europäischen Ländern wieder Mahnfeuer gegen den Wolf. In Südtirol beteiligen sich 53 Ortsgruppen des Südtiroler Bauernbundes (SBB) an der Aktion. Die Mahnfeuer machen auf die Bedrohung der Weidetierhaltung durch den Wolf aufmerksam und sind ein deutlicher Appell an die Politik.

Am Freitag, dem 30. September sind die Ortsgruppen aufgerufen bei den Mahnfeuern gegen den Wolf mitzumachen.

Am Freitag, dem 30. September sind die Ortsgruppen aufgerufen bei den Mahnfeuern gegen den Wolf mitzumachen.

Insgesamt 53 bäuerliche Ortsgruppen aus allen Südtiroler Landesteilen, so viele wie noch nie, werden am Freitag ab 19 Uhr Mahn- und Solidarfeuer entzünden. Die Feuer werden in der Nähe von Höfen und Almen, an Hängen oder Bergen entzündet.

Die Mahnfeuer sind ein grenzüberschreitendes Zeichen des Protests der Bäuerinnen und Bauern gegen die ungebremste Wolfsausbreitung. Sie erfüllen vor allem einen Zweck – den politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen eine einprägsame Botschaft zu schicken, betont SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler: „Entweder die Politik reagiert auf die Bedrohung durch den Wolf, oder sie muss dabei zusehen, wie Weidetierhalter ihre Tätigkeit aufgeben und Almen nicht mehr bewirtschaftet werden – mit allen negativen Konsequenzen für das Landschaftsbild, den Tourismus und die Artenvielfalt.“

Das Problem mit den Wölfen hat sich im heurigen Almsommer noch einmal verschärft. Allein vergangene Woche wurden 20 Schafe auf Almen in Ulten, Deutschnonsberg und Villanders von Wölfen gerissen. Dazu kommen dutzende schwer verletzte Schafe. Selbst große Nutztiere sind vor dem Wolf nicht mehr sicher, wie gerissene Jungrinder und Pferde auf benachbarten Almen im Belluno belegen. Einige Tierhalter haben die Schafzucht bereits an den Nagel gehängt. Alle sehen die Beweidung der Almen in Gefahr, wenn die Wolfsausbreitung ungebremst weitergeht. Deshalb will man mit den Mahnfeuern ein deutliches Zeichen gegen den Wolf setzen.

Bereits in den Jahren 2018 und 2019 hat es in mehreren europäischen Ländern – und in Südtirol – Mahnfeuer gegen den Wolf und seine Ausbreitung gegeben. Der Aufruf dazu kam vom Verein der Deutschen Schafhaltung, den Verbänden und dem Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement. In Südtirol unterstützt der Südtiroler Bauernbund die Initiative und hat die Bäuerinnen und Bauern dazu aufgerufen, sich an den Mahnfeuern zu beteiligen.

In welchen Südtiroler Gemeinden am Freitag Mahnfeuer stattfinden werden, zeigt diese Karte.