Politik | 27.09.2022

Borkenkäfer: Geld auch für Entrindungen

Der Borkenkäfer breitet sich weiter in Südtirols Wäldern aus. Um Schädlingsverbreitung einzudämmen, gibt es jetzt zusätzlich zu Beiträgen für Fangbäume und Ablängungen auch Geld für Entrindungen. von LPA

Geld gibt es jetzt auch für Entrindungen von vom  Borkenkäfer befallenen Bäumen. (Foto: LPA)

Geld gibt es jetzt auch für Entrindungen von vom Borkenkäfer befallenen Bäumen. (Foto: LPA)

Die Landesregierung hat am 27. September auf Vorschlag von Forst- und Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler einen Zusatz zu den im Februar verabschiedeten Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen für Maßnahmen zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten bei Waldbäumen genehmigt. 

Bereits bisher mitfinanziert wurden Fangbäume – eine Maßnahme, die vor allem im Frühling positive Effekte zeigt. Ebenfalls bereits mit Beiträgen unterstützt wird die Ablängung von Bäumen.

Genehmigt hat die Landesregierung heute, dass es für Entrindungen ebenfalls Beiträge gibt, und zwar 40 Euro pro Stamm. Das ist eine Alternative zu den Schadholzprämien, auf welche Waldbesitzer zurückgreifen können. Waldbesitzer, die einen Befall in entlegenen Gegenden feststellen, können die Bäume entrinden und so dem Borkenkäfer seine Nahrung entziehen. Diese Bäume bleiben im Wald liegen - im Unterschied zum Schadholz, für das es höhere Prämien gibt, nämlich 9 bis 15 Euro pro Kubikmeter. Der Abtransport der Bäume muss aber erfolgen.