Produktion | 16.09.2022

Letzte Chance für Milchprämie

Wer noch nicht um die vom Land zur Abfederung der massiven Kostensteigerung gewährte Prämie von 300 Euro pro pro Großvieheinheit angesucht hat, sollte dies schnellstens erledigen: Ansuchen sind nämlich nur noch bis Freitag, 23. September, um 12 Uhr möglich!

Das Land unterstützt Milchbauern mit 300 Euro pro Großvieheinheit. Foto: Mila

Das Land unterstützt Milchbauern mit 300 Euro pro Großvieheinheit. Foto: Mila

Über die Prämie und die Vorgangsweise bei der Gesuchstellung hat der „Südtiroler Landwirt“ bereits ausführlich berichtet (Nr. 14 vom 5.8.2022, S. 27). Der Antrag um die „Beihilfe zum Ausgleich der Kostensteigerung bei der Milcherzeugung“ kann nur in elektronischer Form über die Plattform „myCIVIS“ eingereicht werden. 

Digitale Identität ist für Ansuchen notwendig

Dafür wird die digitale Identität benötigt, also entweder ein SPID-Zugang oder ein elektronischer Personalausweis (CIE). Der Zugang zur Online-Plattform und alle nötigen Informationen sind online unter https://bit.ly/milchprämie22 oder über den QR-Code am Ende des Textes zu finden.

Wer kann ansuchen?

Zur Erinnerung: Anspruch auf die Beihilfe haben die in der Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätigen Unternehmen, welche Milch erzeugen und ihren operativen Sitz in der Autonomen Provinz Bozen haben. Die Antragstellenden müssen im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen eingetragen sein. 

Die Beihilfe beträgt 300 Euro pro Großvieheinheit (GVE) der für die Prämienberechnung zugelassenen Tiere und wird ab drei GVE und für höchstens 30 GVE als Verlustbeitrag gewährt.

Zugangsvoraussetzungen für Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter

Die Beihilfe wird für Milchrinder, -schafe und -ziegen gewährt, die laut regionaler Viehdatenbank im eigenen viehhaltenden Betrieb aufscheinen. Die Antragstellenden müssen Milchlieferanten oder Direktvermarkter (im Sinne von Artikel 2 der Richtlinien laut Beschluss Nr. 452 vom 21.6.2022) sein und den durchschnittlichen Höchstviehbesatz einhalten. 

Die beihilfeberechtigten Tiere müssen sowohl am 1. Juni 2022 als auch zum Zeitpunkt der Antragstellung im viehhaltenden Betrieb des Antragstellers bzw. der Antragstellerin aufscheinen. Die Milchrinder müssen seit dem 1. Jänner 2021 mindestens einmal abgekalbt haben, dabei zählt ein Rind als eine Großvieheinheit. 

Milchschafe und Milchziegen müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 365 Tage alt sein, dabei zählt ein Tier mit 0,15 GVE.

Der zulässige Höchstviehbesatz wird als Durchschnittswert am 1. Juni 2022 nach den Vorgaben des Handbuches für das Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen und auf der Grundlage der im Landesverzeichnis vorhandenen Daten berechnet. Der zulässige Höchstviehbesatz ist – analog zu den Förderkriterien für betriebliche Investitionen – in Abhängigkeit von der Höhenlage des Betriebes gestaffelt. Zusätzlich wird eine Toleranz von 0,1 GVE pro Hektar Futterfläche angewandt.