Bauernbund | 21.07.2022

Schauspiel „Die Wölfe“ bringt starke Argumente auf die Bühne

Am Freitag, 1. Juli brachten die Meraner Festspiele oberhalb der Gärten von Schloss Trauttmansdorff die Uraufführung des Schauspiels „Die Wölfe“ von Luis Zagler auf die Bühne, packend und künstlerisch hochwertig inszeniert von der renommierten Regisseurin Judith Keller.

Festspielpräsident Philipp Genetti, Bischof Muser, Landesrat Arnold Schuler und SBB Landesobmann Leo Tiefenthaler.  Foto: Walter Wiedenhofer

Festspielpräsident Philipp Genetti, Bischof Muser, Landesrat Arnold Schuler und SBB Landesobmann Leo Tiefenthaler. Foto: Walter Wiedenhofer

Das großartige Ensemble, bestehend aus Profischauspielern und Laien aus Süd- und Nordtirol begeisterte nicht nur das Publikum, sondern zeigte auch ganz direkt auf, mit welch einem Problem Bergbauern von damals und heute wieder konfrontiert sind.

Im Publikum befanden sich bei der Premiere auch Bischof Ivo Muser, Landesrat Arnold Schuler und Bauernbundlandesobmann Leo Tiefenthaler, der vor vollbesetzter Tribüne zugleich auf die Realität der Probleme mit den Wölfen in unserem Land aufmerksam machen konnte. Philipp Genetti begrüßte als Präsident der Meraner Festspiele an diesem Tag der Premiere eine Reihe weiterer prominenter Besucher. Darunter Superior Christoph Waldner als Vertreter des Deutschordens, Landtagsabgeordneten Franz Locher, Helmuth Renzler, Alex Ploner, Franz Ploner und Myriam Atz Tammerle. Aus dem ganzen Land angereist waren auch eine Reihe von Bürgermeistern, darunter Roland Lazzeri (Salurn), Michael (Epp Truden), Dominik Oberstaller (Welsberg-Taisten) und Bürgermeisterin Monika Delvai Hilber (Montan). Alle kamen sie, um sich das Stück „Die Wölfe“ anzuschauen und zeigten sich nach der Aufführung begeistert.

Inzwischen wurden viele weitere Aufführungen gezeigt, zu denen viele hundert Besucher aus dem Land kamen. Dass hier in einem künstlerisch wertvollen Schauspiel einmal Klartext gesprochen wird und Bauern als Helden auf einer großen Bühne stehen, begeistert die Menschen, die sich die Aufführung anschauen. In insgesamt 12 Aufführungen hatten Besucher aus ganz Südtirol die Gelegenheit, dieses einmalige Schauspiel zu sehen, das die aktuellen Probleme der Bergbauern mit den Wölfen so geschickt und direkt anspricht, dass es jeder der Besucher verstehen musste. Es kann geradezu als Ironie der Geschichte angesehen werden, dass am 1. August 2022 mit der Vergrämung der Wölfe in unserem Land begonnen werden kann. Am 22. Juli war nämlich die letzte Vorstellung.

Wer keine Gelegenheit hatte, das Stück in der Originalaufführung zu sehen, der kann sich am 8. August 2022 die Fernsehaufzeichnung im Fernsehen anschauen. An diesem Tag wird die RAI Südtirol das Schauspiel als Film ausstrahlen.