Markt, Südtiroler Landwirt | 28.04.2022

Sustainapple: Pioniere gehen voraus

Mehr als 20 Bauern aus ganz Südtirol trafen sich unlängst zu einem Workshop, um Themen wie Biodiversität, Bodenleben, Wasser- und Klimaschutz nicht nur anzugehen, sondern die Nachhaltigkeitsstrategie sustainapple der Südtiroler Obstwirtschaft weiterzuentwickeln.

Die Nachhaltigkeitsstrategie sustainapple soll nicht nur umgesetzt, sondern auch weiterentwickelt werden.

Die Nachhaltigkeitsstrategie sustainapple soll nicht nur umgesetzt, sondern auch weiterentwickelt werden.

Im Herbst 2020 hat die Südtiroler Obstwirtschaft nach mehrjähriger Arbeit ihre Nachhaltigkeitsstrategie sustainapple beschlossen und vorgestellt. Im „Dreimaldrei der Nachhaltigkeit“ sind darin eine ganze Reihe von Maßnahmen vorgesehen, die alle 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen berücksichtigen. Unter anderem will Südtirols Obstwirtschaft bis 2030 klimapositiv arbeiten.

Eine ganze Reihe von Projekten wird von übergeordneten Organisationen – von der Arbeitsgruppe für den integrierten Anbau (AGRIOS) über Bioland bis hin zu den Genossenschaften – in ihre Arbeitsweise integriert. Weitere, spezifische Projekte werden von einzelnen Bauern und Bäuerinnen umgesetzt. Dazu fanden sich mehr als 20 freiwillige Bauern aus allen Obstbaugebieten Südtirols zu einem Workshop mit Alfred Striegl ein – etwa ein Drittel von ihnen arbeitet nach biologischen Richtlinien, zwei Drittel integriert, viele von ihnen haben gemischte Betriebe mit Apfel/Wein, Apfel/Gemüse und Apfel/Tourismus.

Nachdem der erste Workshop im Dezember nur von einem Teil der Teilnehmer in Präsenz besucht werden konnte, waren die Bauern diesmal allesamt vor Ort beim Meeting im NOI Techpark in Bozen dabei. „Es wurden viele konkrete Ideen ausgearbeitet, und die Begeisterung war sichtlich spürbar“, berichtet Alfred Strigl, der das Nachhaltigkeitskonzept sustainapple gemeinsam mit allen Playern der Südtiroler Obstwirtschaft ausgearbeitet hat und nun in seiner Umsetzung weiter begleitet und betreut.

Bodenleben und Biodiversität

In Arbeitsgruppen wurden verschiedene Themen bearbeitet, darunter ein Projekt zum Bodenleben und zur Biodiversität, welches Tanja Mimmo von der Freien Universität Bozen vorstellte. Es geht dabei um spezielle Einsaaten für Pflanzenarten, welche wertvolle Nahrung für eine Reihe von Insekten und Lebewesen darstellen.

Auf Interesse stieß auch ein Laimburg-Projekt zum Wassersparen: Mit Hilfe von Tensiometern wird die Bodenfeuchte in den Obstwiesen gemessen, was bedarfsgerechtes Bewässern ermöglicht. „So kann Wasser gespart werden, weil wirklich nur so viel bewässert wird, wie der Boden und die Pflanzen benötigen“, sagt Strigl. Um diese technische Innovation noch weiter in die praktische Anwendung zu bringen, will das Südtiroler Apfelkonsortium den interessierten Pilotbauern die Tensiometer zur Verfügung stellen.


Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 8 des „Südtiroler Landwirt“ vom 29. April ab Seite 39, online auf „meinSBB“ oder in der „Südtiroler Landwirt“-App.