Leben | 18.02.2022

Sauber – mit ruhigem Gewissen

Einfache Haushaltsmittel wie Zitronensäure, Essig oder Soda sind universell einsetzbar: beim Putzen, Waschen oder Spülen. Das spart Geld und schont die Umwelt. Ein paar Tipps gibt es in diesem Beitrag. Denn: Bald beginnt der Frühlingsputz! von Renate Anna Rubner

Wer ökologisch putzt, schont Umwelt und Brieftasche gleichermaßen. Foto: Pixabay

Wer ökologisch putzt, schont Umwelt und Brieftasche gleichermaßen. Foto: Pixabay

Wer putzt schon gerne? Wohl kaum jemand. Deshalb sprechen wohl auch die meisten auf die bunte Vielfalt an scheinbar kraftvollen Reinigungsmitteln an, die in den Verkaufsregalen stehen. Macht man sich aber bewusst, wie viel Chemie und manchmal allergieauslösende Stoffe in solchen Produkten stecken, wie viel Geld man übers Jahr dafür ausgibt und welche Menge an Verpackungsmüll man dadurch produziert, kommt der Wunsch nach Alternativen auf. Die sind oft nicht weniger effizient als kommerzielle Putzmittel, schonen Umwelt, Haut und Brieftasche. Ein weiterer Vorteil: Viele hat man ohnehin zu Hause.

Zitrone: Gegen Kalk und Krusten …

Das gilt zum Beispiel für Zitronen oder Zitronensäure, hervorragende Kalklöser, die Ablagerungen und Verkrustungen lösen. Damit kann man sich auch einen Allzweckreiniger zum Abfüllen selber machen: Dafür mischt man 50 Gramm Zitronensäure mit rund einem halben Liter Wasser, gibt einen Spritzer Spülmittel dazu und, falls man es gerne duftend mag, noch ein paar Tropfen ätherisches Öl. In eine Sprühflasche abfüllen, hat man im Handumdrehen einen wirksamen Badreiniger.

Aber die Zitrone kann noch mehr: Sogar verkrustete Backöfen kann sie sauber kriegen. Dafür erhitzt man im Rohr ein hitzebeständiges Gefäß mit etwas Wasser und Zitronensaft für rund eine Stunde auf 120 Grad. Der entstehende Dampf und die Säure lösen Rückstände, die sich danach mit einem Tuch entfernen lassen. Bei richtig hartnäckigen Fällen kann man noch ein Gemisch aus Weißweinessig und Natron dazugeben.

Aber Achtung: Zitronensäure sollte nicht bei Geräten oder Oberflächen aus Aluminium oder anderen unedlen Metallen zum Einsatz kommen, weil sie säureempfindlich sind!

… Bakterien und Gerüche

Zitronen sind auch wirksam gegen Bakterien und helfen so, unliebsame Gerüche loszuwerden, zum Beispiel bei Schneidbrettern: Um die richtig sauber zu machen, kann man sie mit einer halben Zitrone einreiben und dann – am besten über Nacht – einwirken lassen. So haben Bakterien und Keime keine Chance. Auch wenn Schneidbretter übel riechen, zum Beispiel nach dem Zerkleinern von Knoblauch oder Zwiebeln, hilft das Einreiben mit Zitronensaft.

Wenn der Kühlschrank unangenehm riecht und dieser Geruch auch durch Putzen nicht wirklich verschwindet, ist es ratsam, eine aufgeschnittene Zitrone in den Kühlschrank zu legen, die man alle paar Tage erneuert. Eine halbe Zitrone im obersten Fach des Geschirrspülers erfüllt denselben Zweck: Sie bringt frischen Duft in die Ladung und obendrein glänzendes Geschirr. Die Zitrone wirkt hier nämlich wie ein Klarspüler.


Den ganzen Bericht finden Sie in der Ausgabe 3 des „Südtiroler Landwirt“ vom 18. Februar ab Seite 23 oder online auf „meinSBB“.