Südtiroler Landwirt, Markt | 19.01.2022

Nachhaltigkeit leben und erzählen

Südtirol produziert hochwertige Äpfel. Das ist gut, aber nicht genug. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde, lautet die Botschaft der diesjährigen Obstbautagung. Deutlich wurde auch: Zusammenarbeit untereinander und über die Landesgrenzen hinaus ist dabei gefordert. von Renate Anna Rubner

Heute geht es nicht nur darum, wie die Äpfel produziert werden, sondern immer mehr auch um das Umfeld, in dem sie wachsen. Foto: IDM

Heute geht es nicht nur darum, wie die Äpfel produziert werden, sondern immer mehr auch um das Umfeld, in dem sie wachsen. Foto: IDM

Auch wenn Corona die Berichterstattung dominiert, abseits der großen Meldungen wird an der Zukunft gebastelt: auch im Südtiroler Obstbau. Nachhaltigkeit, Biodiversität, Co2-Fußabdruck lauten die Herausforderungen, die gemeinsam angegangen werden (müssen), wie Landesrat Arnold Schuler in seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen Obstbautagung feststellte. Die Tagung wurde – wie bereits im letzten Jahr – über die Online-Plattform Zoom ausgetragen. Der Landesrat appellierte an Bäuerinnen und Bauern, die Chance in dieser nötigen Entwicklung zu erkennen und sie nicht als unliebsame Pflicht zu verdonnern. „Südtirol hat gute Voraussetzungen“, meinte Schuler. „Wir müssen die Qualitätsstrategie, die wir bisher gefahren sind, weiterentwickeln.“ Dafür seien neue Konzepte ausgearbeitet worden, an der Umsetzung müssten aber alle mitarbeiten, sagte der Landesrat.

Nachhaltigkeit ist Gebot der Stunde

Auch Alessandro Dalpiaz, Direktor von APOT (Associazione Produttori Ortofrutticoli Trentini) und Assomela (Zusammenschluss der Obstgenossenschaften Südtirols, des Trentino und Venetiens), unterstrich, wie wichtig es sei, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Die große Herausforderung dabei sei, das Thema nicht in die Banalität abdriften zu lassen, denn heute schreibe sich jeder Nachhaltigkeit auf die Fahnen. „Wir müssen glaubwürdig und transparent sein, um bestehen zu können“, meinte er. „Unsere Aufgabe ist es, den Bäuerinnen und Bauern zu erklären, dass Strategien und Maßnahmen für nachhaltige Landwirtschaftskonzepte nicht von den Vermarktungsorganisationen auferlegt und erzwungen werden, sondern dass davon unser aller Zukunft abhängt. Denn die Weiterentwicklung in Richtung nachhaltige Produktion garantiert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe.“ 


Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 1 des „Südtiroler Landwirt“ vom 21. Jänner ab Seite 13 oder online auf „meinSBB“.