| 15.09.2022

Mitmachen bei Mahnfeuern

Am 30. September werden Tierhalter in ganz Europa Mahnfeuer gegen den Wolf entzünden. Der Aufruf dazu kommt vom Verein der Deutschen Schafhaltung, den Verbänden und dem Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement.

2019 war der letzte Aufruf für Mahnfeuer gegen den Wolf. Viele Ortsgruppen haben daran teilgenommen.

2019 war der letzte Aufruf für Mahnfeuer gegen den Wolf. Viele Ortsgruppen haben daran teilgenommen.

Bereits in den Jahren 2018 und 2019 hat es europaweit Mahnfeuer gegen den Wolf und seine Ausbreitung gegeben. Am 30. September soll es wieder eine europaweite Aktion geben. Der Südtiroler Bauernbund ruft Südtirols Bäuerinnen und Bauern und die Ortsgruppen im ganzen Land dazu auf, sich an diesen Mahnfeuern zu beteiligen. Landesobmann Leo Tiefenthaler ist überzeugt: „Es ist wichtig, dass die bäuerliche Bevölkerung über die Grenzen hinweg zusammensteht und gemeinsam einen Appell an die Politik richtet: Damit den Entscheidungsträgern endlich bewusst wird, dass die weitere Ausbreitung des Wolfes verhindert werden muss. Denn er gefährdet unsere Tiere, unsere Almwirtschaft und damit unsere Berglandwirtschaft.“

Feuer als einprägsame Botschaft

Denn die Mahnfeuer erfüllen vor allem einen Zweck – den politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene eine einprägsame Botschaft zu schicken: Entweder die Politik reagiert auf die Bedrohung durch den Wolf, oder sie muss dabei zusehen, wie immer mehr Tierhalter ihre Tätigkeit aufgeben. Die Mahnfeuer werden in mehreren europäischen Ländern entfacht. Der Aufruf kommt vom Förderverein der Deutschen Schafhaltung, den Verbänden – unter anderem dem Südtiroler Bauernbund – und den Bürgerinitiativen des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement.

Wolf wird mehr und mehr zur Bedrohung

Da die Zahl der Wölfe kontinuierlich zunimmt, werden sie mehr und mehr zur Bedrohung für den gesamten ländlichen Raum und für den Fortbestand der Betriebe mit artgerechter Weidetierhaltung – und zwar in ganz Europa. Zäune, Hirten und Herdenschutzhunde sind weder bezahlbar noch eine praktikable Alternative in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft mit Freizeitsportlern, Erholungssuchenden und Feriengästen. Deshalb will man mit den Mahnfeuern ein deutliches Zeichen gegen den Wolf setzen.

Der Südtiroler Bauernbund  ruft seine Ortsgruppen dazu auf, sich gemeinsam mit den bäuerlichen Organisationen vor Ort an der Initiative zu beteiligen. Ab 19 Uhr sollen die Feuer auf den Höfen, Hängen und Bergen entzündet werden. Wichtig dabei ist, die örtlichen Behörden, also Gemeinde, Feuerwehr, Forst, im Vorfeld über die Aktion zu informieren und die genehmigungstechnischen Aspekte abzuklären. Nach Möglichkeit sollten die Ortsgruppen auch die Bevölkerung (z. B. im Schaukasten oder im Gemeindeblatt) auf die Mahnfeuer hinweisen.

Wer ein Mahnfeuer entfacht, sollte zudem ein Foto davon machen, über die eigenen Social-Media-Kanäle verbreiten und dem Bauernbund für die Nachberichterstattung zusenden.