Südtiroler Landwirt, Energie | 17.02.2022

Photovoltaik: Fragen und Antworten

Lohnt sich Photovoltaik, auch wenn es keine Förderung gibt? Worauf muss ich bei einer PV-Anlage achten? Diese und ähnliche Fragen stellen sich derzeit Bäuerinnen und Bauern. In diesem Beitrag – und einem ­weiteren in der nächsten Ausgabe – gibt es Antworten dazu. von Pascal Vullo

Trotz Einschränkungen wegen der Pandemie war die Klausurtagung im Terlaner Raiffeisenhaus gut besucht. Foto: Bernhard Christanell

Trotz Einschränkungen wegen der Pandemie war die Klausurtagung im Terlaner Raiffeisenhaus gut besucht. Foto: Bernhard Christanell

In diesem und einem weiteren Beitrag in der nächsten Ausgabe des „Südtiroler Landwirt“ soll darüber aufgeklärt werden, warum sich Photovoltaik für den Eigenverbrauch lohnen kann. Denn durch die stark gesunkenen Anlagenpreise kann jeder Landwirt den Strom für den Eigenverbrauch inzwischen weit günstiger produzieren, als wenn man ihn teuer aus dem Netz bezieht. Zudem wird die Photovoltaik indirekt finanziell unterstützt - durch Beiträge für Speicherbatterien,Wärmepumpen, Ladestationen oder für Energiegemeinschaften. Außerdem gibt es hier Tipps für die Anlagenplanung und den Vergleich von Angeboten.

Lohnt sich Photovoltaik noch? 

Nach dem Ende der Förderungen durch den „Conto Energia“ wurden ab 2013 deutlich weniger Photovoltaikanlagen realisiert. Seitdem haben sich allerdings die Rahmenbedingungen geändert: Die Endkundenpreise für fertige PV-Anlagen haben sich seit 2010 mehr als halbiert. Zudem produzieren auch kleinere Photovoltaikanlagen inzwischen Strom zu Entstehungskosten unter 10 Cent/kWh. Bei einem verbrauchsabhängigen Anteil an den Stromkosten von über 20 Cent/kWh lohnt es sich, zum Stromproduzenten zu werden. 

Inzwischen geht es also nicht mehr darum, möglichst viel Photovoltaikstrom zu produzieren und ins Netz einzuspeisen, sondern möglichst viel vom eigenen Photovoltaikstrom selbst zu nutzen und das über eine Lebensdauer der Anlage von 25 bis 30 Jahren.

Ist das Dach geeignet? 

Damit ein Dach geeignet ist, braucht es natürlich möglichst viel Sonne. Wichtig ist, dass Verschattungen der Module durch Hindernisse auf dem Dach wie Kamin, Antennen, Gauben, Bäume, angrenzende Häuser oder Ähnliches, bestmöglich vermieden werden. Am meisten Sonne gibt es insgesamt auf einem in Richtung Süden ausgerichteten Dach, aber Süd-Ost- oder Süd-West-Dächer produzieren nur unwesentlich weniger Strom, insbesondere wenn das Dach relativ flach ist. Ost-West-Dächer haben den Vorteil, dass die Stromerzeugung recht gleichmäßig über den Tag verteilt wird. Das erhöht die Möglichkeit des Eigenverbrauchs und wirkt sich positiv auf die Rentabilität der Anlage aus.

Wie berechnet man Sonneneinstrahlung und Erzeugungskosten?

Um die Sonneneinstrahlung auf das Dach und damit dessen Eignung zu untersuchen sowie die Energieerzeugungskosten einer Anlage zu berechnen, kann das Online-Tool PVGis verwendet werden https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/de/#PVP.

 

 

Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 3 des „Südtiroler Landwirt“ vom 18. Februar ab Seite 27 oder online auf „meinSBB“.