Südtiroler Bauernjugend | 24.11.2021

Innovationspreis für mobile Schlachtbox

Alex Huber aus Gsies gewinnt mit seiner mobilen Schlachtbox den Innovationspreis „IM.PULS“ der Südtiroler Bauernjugend. Ulrich Kager aus St. Pauls und Patrick Sanin aus Kurtatsch sichern sich den zweiten Platz. Platz drei geht an Elisabeth Innerhofer vom Finkhof in Meran.

Die feierliche Scheckübergabe an die drei Gewinner des Innovationspreises „IM.PULS“ erfolgte auf der Aktionsbühne der Agrialp.

Die feierliche Scheckübergabe an die drei Gewinner des Innovationspreises „IM.PULS“ erfolgte auf der Aktionsbühne der Agrialp.

Die Südtiroler Bauernjugend ist begeistert: Findige Jungbäuerinnen und Jungbauern aus allen Landesteilen haben beim Innovationspreis IM.PULS mitgemacht. Nach einem harten Auswahlverfahren zeichnete die Südtiroler Bauernjugend auf der Aktionsbühne der alpenländischen Landwirtschaftsschau Agrialp die drei Gewinner aus. Alex Huber kann sich mit seiner Schlachtbox der innovativste Jungbauer Südtirols nennen.

Die erste in Südtirol zugelassene Schlachtbox ermöglicht ein tierschonendes Schlachten ohne Lebendtransporte und ohne Stress und Angst auf dem Weg zum Schlachthof.

Tierwohl spielt große Rolle
„Beim Gedanken an das Tierwohl, darf man die Frage nach der Schlachtung nicht ausklammern“, erklärte Alex Huber. Bei der Schlachtung mit der mobilen Box werden die Tiere in gewohnter Umgebung im Stall – während sie fressen – durch einen Schuss in den Kopf betäubt. Mit einer Seilwinde werden sie gleich darauf in die Schlachtbox gehoben, wo sie durch Blutentzug getötet werden. Erst dann werden sie ins Schlachthaus gebracht und dort verarbeitet. So weiß auch der Bauer sein Tier in guten Händen. Als Anerkennung erhielt Alex Huber einen Einkaufsgutschein der landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft (LHG) im Wert von 3.000 Euro.
Auch Raffael Peer, SBJ-Landesobmann, freut sich: „Letztendlich hat der Gedanke ans Tierwohl die Jury und alle Interessierten, die beim großen Online-Voting mitgemacht haben, überzeugt.“ Über 2.000 Südtirolerinnen und Südtiroler haben für ihr Lieblingsprojekt abgestimmt.

Hartes Auswahlverfahren
Die Punkte der Jury sowie das Ergebnis des Online-Votings ergaben im Zusammenspiel die Platzierung der drei Finalisten. Keine leichte Aufgabe für die hochkarätige Jury, bestehend aus Astrid Weiss, Mitarbeiterin der Abteilung Innovation & Energie im Südtiroler Bauernbund, Klaus Gasser, Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, Christian Gruber, Unternehmensberater und Landwirt, Markus Riedl, stellvertretender Institutsleiter bei Fraunhofer Italia, Christian Fischer, Professor an der Freien Universität Bozen sowie Franz Schöpf, Direktor des Amtes für Innovation und Technologie.

Platz zwei für die Mikrokräuter
Über den zweiten Platz und den Einkaufsgutschein der LHG von 1.500 Euro jubelten Ulrich Kager aus St. Pauls und Patrick Sanin aus Kurtatsch. Sie bauen in ihrer eigenen Vertical Farm besonders vitaminreiche Microgreens an. Das Ziel der beiden ist es, großartige landwirtschaftliche Produkte regional und nachhaltig anzubauen.
Die Bio Microgreens sind geerntete Pflänzchen unterschiedlicher Gemüse- und Kräutersorten, die fest verwurzelt in einem Substrat aus Südtiroler Schafwolle oder Bio-Hanffasern geerntet und in abbaubarem Karton verpackt werden. Die Microgreens werden zum Garnieren von Vor-, Haupt- und Nachspeisen, aber auch zum Würzen verschiedenster Gerichte verwendet.

Platz drei ging an Elisabeth Innerhofer
Die Jungbäuerin Elisabeth Innerhofer und ihre Familie vom Finkhof in Meran realisierten sich einen Traum: einen eigenen Bauernladen in Meran. Eine bunte Vielfalt an heimischen Produkten erwartet die Kunden im Bauernladen „Direkt vom Bauernhof". "Ohne lange Wege, ohne Zwischenhändler und ohne Qualitätsverlust kommen die Produkte zu uns in den Laden“, betonte Elisabeth Innerhofer. Neben den eigenen Weinen des Weinbaubetriebs der Familie Innerhofer werden im Bauernladen noch frische und natürliche heimische Produkte von 44 Bauern aus der näheren Umgebung verkauft. Eine gute Lösung für die Bauern, die keine Möglichkeit haben, selbst einen Hofladen zu errichten und ihre Produkte zu vermarkten. Der Meraner Bauernladen lädt die Konsumenten ein, immer wieder Neues zu entdecken und zu verkosten.
Elisabeth Innerhofer freute sich über den dritten Platz und den Einkaufsgutschein der LHG im Wert von 500 Euro.
Angelika Springeth, SBJ-Landesleiterin unterstrich: „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs haben gezeigt, wie mutig und ideenreich Südtirols Landwirtschaft ist. Sie sind mit ganzem Herzen dabei. Wir sind stolz auf sie.“

Ein Dank an die Partner
Die vierte Auflage des Innovationspreises „IM.PULS“ ist ein Projekt der Südtiroler Bauernjugend und wird unterstützt vom Südtiroler Bauernbund, den Südtiroler Raiffeisenkassen, der landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, der Abteilung für Innovation, Forschung und Universität der Provinz Bozen, der Messe Bozen sowie den Medienpartnern Dolomiten, stol.it, Südtirol 1 und dem Südtiroler Landwirt.