Marketing, Südtiroler Landwirt | 28.10.2021

Eure Chance: Produkte vom eigenen Hof!

Die Milch aus dem eigenen Stall, den Käse vom Nachbarn, Himbeeren aus dem Hausgarten und viel Zeit wünscht sich Dominik Flammer von Bäuerinnen und Bauern. Bei der 21. UaB-Tagung ­unterstrich er auch: „So wird Frühstück für die Gäste zum Erlebnis!“ von Renate Anna Rubner

Viel Zeit und ein reiches Angebot an hofeigenen Produkten, das lieben Urlauberinnen und Urlauber am Bauernhof.

Viel Zeit und ein reiches Angebot an hofeigenen Produkten, das lieben Urlauberinnen und Urlauber am Bauernhof.

Mit einem Appell eröffnete Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler die 21. Fachtagung für Urlaub auf dem Bauernhof am 19. Oktober: „Bitte keinen Übernachtungs- bzw. Bettenstopp bei Urlaub auf dem Bauernhof! Dieses touristische Angebot ist für die Landwirtschaft enorm wichtig.“ 2800 Betriebe südtirolweit bieten heute Urlaub auf dem Bauernhof an – als Bereicherung für ihren Hof, aber auch als wichtiges wirtschaftliches Standbein. „Diese Höfe und weitere junge Bäuerinnen und Bauern brauchen die Möglichkeit, ihren landwirtschaftlichen Betrieb weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen, betonte Tiefenthaler vor dem Publikum im Kongresszentrum der Messe Bozen. Der Saal war – den Sicherheitsbestimmungen entsprechend – nur halb voll besetzt, weitere 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Veranstaltung über Livestream von zu Hause aus. Mittlerweile wurde die Tagung über 1500 mal abgerufen.

Vom eigenen Hof leben zu können, sei wichtig für Bäuerinnen und Bauern, meinte Tiefenthaler und unterstrich: „UaB ist grundlegend für die Zukunft unserer Landwirtschaft, für den Tourismus und das ganze Land.“

UaB für den Erhalt der Betriebe

Landesrat Arnold Schuler hörte die Botschaft wohl. Eine eindeutige Antwort gab er aber nicht. Zwar räumte er ein, dass Urlaub auf dem Bauernhof eine Sonderrolle einnimmt: „UaB ist ein wichtiger Teil des heimischen Tourismus, aber er dient gleichzeitig dem Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe.“ Er ließ aber auch keinen Zweifel daran, dass die touristische Aus- und Belastung für Südtirol bereits an ihre Schmerzgrenze stößt, das Tourismusentwicklungsprogramm, das derzeit ausgearbeitet wird, trage dem Rechnung.  

„Sicher ist, dass die Qualität weiterentwickelt werden muss“, sagte Schuler, das betreffe vor allem die Authentizität, „wo Bauernhof draufsteht, muss auch Bauernhof drin sein.“  Die Marke „Roter Hahn“ trage dazu bei, den Sektor aufzuwerten. Und natürlich auch die Bäuerinnen und Bauern, die mit Leidenschaft, Echtheit und viel Arbeit Großes leisten. 

Bauernhof und UaB rücken zusammen

Hans J. Kienzl, Leiter der Abteilung Marketing, gab den Besucherinnen und Besuchern einige Denkanstöße mit: „Die Außengestaltung rückt immer mehr in den Vordergrund“, sagte er. „Die Gäste, die aus der Stadt kommen, wollen Erholung in der Natur.“ Deshalb müsse der Bauernhof ein entsprechendes Umfeld bieten, viele Ruhe- und Wohlfühlorte rund um den Hof, kleine Überraschungseffekte. „Draußen ist das neue Drinnen“, Urlaub auf dem Bauernhof könne diesen Trend befriedigen.

Auch im Thema Nachhaltigkeit sieht Kienzl einen Megatrend, der an UaB-Betrieben besonders großgeschrieben werden muss: „Bauernhof und Urlaub auf dem Bauernhof rücken immer näher zusammen. Sie müssen aufeinander abgestimmt sein“, erklärte Kienzl. Denn die Gäste wollen in den Stall gehen, dort gesunde, fitte Tiere sehen, die ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden, wollen ihr Frühstücksei holen aus einem gepflegten Hühnerstall. „Tierwohl und Nachhaltigkeit sind Grundvoraussetzung für einen authentischen UaB-Betrieb“, meinte Kienzl und sagte den Bäuerinnen und Bauern auch für die Zukunft die volle Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Marketing zu. Bisher habe man schon viel geschafft, die Qualität der Betriebe und ihres Angebots ständig gesteigert. „Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol war noch nie so authentisch und hochwertig, er ist zu einem Ganzjahresangebot geworden.“ Kienzl kündigte die neue Webseite der Marke „Roter Hahn“ an, die ab Frühling 2022 online gehen und einen zusätzlichen Qualitätsschub bringen wird. 

Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 19 des „Südtiroler Landwirt“ vom 29Oktober auf Seite 4 oder online auf „meinSBB“.