Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 21.09.2021

Der Bauernhof in der Stadt

Im Rahmen des Trento Film Festivals 2021 stellen Bäuerinnen und Bauern diese Woche das Projekt „Schule am Bauernhof“ vor. Im Kapuzinergarten in Bozen wird den Kindern das Leben auf dem Bauernhof nähergebracht. Es wird gebastelt, gemolken und verkostet.

Die Kinder lernen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Foto: SBO

Die Kinder lernen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Foto: SBO

Im vergangenen Schuljahr kamen aufgrund der Corona-Pandemie nur wenige Kinder in den Genuss eines Bauernhof-Besuches. Die Aktion „Il Maso in città – Der Bauernhof in der Stadt“ soll nun Lust auf Schule am Bauernhof machen und wurde von der Stiftung UPAD, welche die „Schule am Bauernhof“-Besuche der italienischen Schulen organisiert, initiiert.

Den Auftakt zum Projekt machte Fabian Plattner vom Haflingerhof in Jenesien am Samstag, dem 17. September. Strohballen dienten als Sitzgelegenheiten und Getreidesäcke luden zum Erraten von verschiedenen Getreidesorten ein. Plattner erklärte: „Den Hof in die Stadt zu bringen ist gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit. Unser Getreide wurde früher nach Bozen gebracht und dort verkauft – darum heißt der Kornplatz auch so.“ Manche Kinder sahen zum ersten Mal, woher die Lebensmittel kommen und wie sie produziert werden. Die Kinder durften die Getreidekörner schälen, verkosten und hausgemachtes Brot genießen. Mit dabei waren die Holzkühe Filomena und Linda, an denen sich die Kinder im Melken üben konnten. 

Normalerweise erleben die Schulkinder die Tiere hautnah am Hof und erfahren die Kreisläufe der Natur aus erster Hand. Landesbäuerin Antonia Egger ist überzeugt: „Es ist wichtig den Kindern Werte wie Verlässlichkeit, Verantwortung und Gemeinschaftssinn sowie Kultur und Tradition näher zu bringen und das schafft Schule am Bauernhof!“ 

Lehrpersonen der Grund- und Mittelschulen können sich für einen Besuch auf Bauernhof anmelden. Die Schülerinnen und Schüler verbringen drei Stunden auf einem zertifizierten Hof. Je nach Ausrichtung des Hofes beobachten sie die Tiere im Stall, schlagen Butter, ernten Kartoffeln und backen Brot. Die Kosten werden vom Ressort für Landwirtschaft mitfinanziert. Alle Betriebe sind auf der Website www.baeuerinnen.it zu finden.

Termine für „Der Bauernhof in der Stadt“

Am Dienstag, dem 21. September und Donnerstag, dem 23. September von 16 bis 18 Uhr bietet Evelyn Gamper vom Kassinghof einen Bastelnachmittag mit Naturmaterialien und anschließend eine Verkostung an. Am Mittwoch, dem 22. September von 16 bis 18 Uhr erzählen Rossana und Gottfried Nagler vom Lüch da Murin von den Tieren im Stall und am Samstag, dem 25. September von 10 bis 12 Uhr zeigt Rosina Öttl vom Pillinghof alles rund um den Apfel. Die Veranstaltungen im Kapuzinergarten in Bozen sind kostenlos, weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.trentofestival.it/bolzano oder Tel. 338 2071333.