Produktion | 20.09.2021

Schönste Apfelwiesen prämiert

Das Südtiroler Apfelkonsortium hat auch heuer wieder nach der schönsten Apfelwiese im Land gesucht. Nun stehen die Gewinner fest: Franz Josef Mair vom Larchhof in Terlan und Thomas Neumair vom Graberhof in Aicha.

Die beiden Siegerfamilien wurden mit einem Fadenmähwerk prämiert.

Die beiden Siegerfamilien wurden mit einem Fadenmähwerk prämiert.

Als Produzenten von Lebensmitteln sind Bäuerinnen und Bauern daran gewohnt, eine ganze Reihe von Kriterien und Richtlinien einhalten zu müssen. Beim Wiesenwettbewerb „Mei liabste Wies“ ist es hingegen kein Muss, sondern ein Kann – und wer in puncto Schönheit und ökologische Maßnahmen die Nase vorn hat, wird belohnt. Georg Kössler, Obmann des Apfelkonsortiums, sagt: „Wir wissen, dass Bäuerinnen und Bauern mit Phantasie und Hingabe viel mehr für einen schönen Hof und für einen intakten Lebensraum tun als sie müssten – einfach aus Liebe zu dem, was sie tun.“ Das Südtiroler Apfelkonsortium organisiert den Wettbewerb. 

Sieger in zwei Kategorien prämiert 

Der Larchhof von Franz Josef Mair erreichte in der Kategorie „biologisch bewirtschafteter Betrieb“ am meisten Punkte. Allein die Hofeinfahrt macht deutlich, was für Franz Josef Mair wichtig ist: Insektenhotels, blühende Pflanzen und hohe Bäume zieren die Einfahrt. Die Bewertungskommission hob zudem das Vorhandensein künstlicher Teiche, von Hecken und eines offenen Dachstuhls hervor. 

In der Kategorie „integriert bewirtschafteter Betrieb“ ging Thomas Neumair als Gewinner hervor, der mit seiner Familie den Graberhof in Aicha bewirtschaftet. Auch hier wurden Hecken und mehrjährige Sträucher und Bäume als positive Elemente gewertet, ebenso Trockenmauern in der Obstwiese sowie im Hofbereich, Insektenhotels und Ähnliches mehr. 

Die beiden Gewinner durften sich ein Fadenmähwerk freuen, das zur mechanischen Bearbeitung des Baum-Unterbewuchses dient und den Einsatz von Herbiziden überflüssig macht. Konstrukteur Peter Ladurner von der Firma Ladurner Karl J. aus Laas erklärte: „Die ersten dieser Maschinen baute mein Vater im Jahr 1992 – die meisten davon sind immer noch im Einsatz.“ erzählte. Der spezielle Fadenmäher wird nach Bedarf und maßgeschneidert hergestellt und kann je nach Erfordernis vorne, hinten oder mittig am Traktor angeschlossen werden.