Politik | 01.09.2021

Erschließungen mit Augenmaß

Der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler hat eine Landtagsanfrage zum Thema „Almerschließungen“ eingereicht. Diese seien vor allem in Zeiten wichtig, in denen die Ausbreitung des Großraubwildes die Almbewirtschaftung für die Bäuerinnen und Bauern weiter erschwert.

Die Erschließung der Almen ist auch für die Biodiversität von Vorteil.

Die Erschließung der Almen ist auch für die Biodiversität von Vorteil.

„Das Thema ‚Almerschließungen‘ ist in der Bevölkerung umstrittenes Thema, da umweltsensible Mitbürgerinnen und Mitbürgern befürchten, dass die Erschließungen zu einer erhöhten Nutzung und somit Beeinträchtigung dieser wertvollen naturnahen Kulturlandschaft führen“, schickt Josef Noggler voraus. Trotz einzelner negativer Beispiele aus der Vergangenheit würden sich diese Befürchtungen in den allermeisten Fällen nicht bewahrheiten, im Gegenteil: Die Erschließung als existentielle Grundvoraussetzung für eine nachhaltige, aber dennoch rationelle Bewirtschaftung der Almen leiste auch einen aktiven Beitrag zum Naturschutz: „Die traditionelle und naturnahe Nutzung des alpinen Raums in Form der Almwirtschaft spielt für die heimische Biodiversität eine große Rolle“, erklärt Noggler, denn „durch die tausendjährige almwirtschaftliche Nutzung konnten wertvolle Lebensräume mit offenen Rasengesellschaften und mit einer großen Artenvielfalt entstehen.“ Die traditionell bewirtschafteten Almen würden vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten das Überleben sichern.

Für Herdenschutz notwendig
„Nicht zu unterschätzen ist auch die Wichtigkeit der Erschließung für das Großraubwild-Management“, betont Noggler abschließend. „Wenn die Bauern auch in Zukunft trotz Bären und Wölfen, die sich immer weiter ausbreiten, die Almen bewirtschaften sollen, ist eine gute Erschließung zur Durchführung der verschiedenen Herdenschutzmaßnahmen und des raschen Eingreifens in Notfällen unabdingbar.“