Markt | 05.08.2021

Näher beim Gast

Frühstücksei und Kräutertee vom Bauern – so startet ein Morgen in einem Südtiroler Hotel ­regional. Mittlerweile haben einige Produkte der Marke „Roter Hahn“ den Weg in Gastronomie und Hotellerie gefunden: über die Einkaufsgenossenschaft HOGAST. Und es gibt noch Potenzial für weitere.

Auslauf mit Panorama: Die Hühner vom Pennhof liefern beste Bioeier.

Auslauf mit Panorama: Die Hühner vom Pennhof liefern beste Bioeier.

Nicht alle haben so eine schöne Aussicht wie die Hühner am Pennhof in Barbian über das Eisacktal hinüber zum Schlern. Zusätzlich zu genügend Auslauf bekommen sie von Jungbauer Hansjörg Braun spezielles Biofutter. Beste Voraussetzungen für besonders schmackhafte Freilandeier. Diese kommen auch auf den Frühstückstisch von rund acht Hotels, mit denen der Bauernhof, der Mitglied der Qualitätsmarke „Roter Hahn“ ist, über die Einkaufsgenossenschaft HOGAST zusammenarbeitet. 

„Vor fünf Jahren haben wir die Zusammenarbeit mit HOGAST begonnen“, erzählt Hansjörg Braun. „ Ich kann sagen, es funktioniert gut.“ Der Produzent wird seitdem auf der Website der Einkaufsgenossenschaft für Südtiroler Gastwirte und Hoteliers gelistet.

Mehrere Kunden, eine Rechnung

Ist der Chefkoch oder Inhaber eines Gastronomiebetriebes an Bioeiern interessiert, kann er eine Bestellung bei der Einkaufsgenossenschaft machen, und das gewünschte Produkt wird geliefert. Die monatliche Abrechnung übernimmt die Einkaufsgenossenschaft. „Das erleichtert meine Arbeit, weil ich nicht mit jedem einzelnen Kunden abrechnen muss, denn das Geld wird mir zu einem fixen Datum von der HOGAST überwiesen“, erklärt Braun. 

Auch für den Gastrobetrieb ist der Verwaltungsaufwand kleiner, als wenn er bei verschiedenen Anbietern einkauft: Er bekommt von HOGAST eine Sammelrechnung über alle Produkte, die er über die Genossenschaft eingekauft hat. Hansjörg Braun findet: „Gastronomie und Hotellerie werben immer stark mit regionalen und Bioprodukten. Die Nachfrage nach diesen Lebensmitteln müsste da eigentlich größer sein.“

Noch viel Potenzial

Auch der Pflegerhof arbeitet mit der Einkaufsgenossenschaft HOGAST zusammen. Auf einer Fläche von knapp zwei Hektar gedeihen hier in Kastelruth in 850 Meter Meeres­höhe viele Kräuter- und Gewürzpflanzen. Im Jahr 1982 hat Martha Mulser mit dem Kräuteranbau begonnen und gilt seitdem als Pionierin des Kräuteranbaus. Heute kümmert sich Tochter Cornelia um den Bauernhof. Allein das Jungpflanzenangebot umfasst 500 verschiedene Kräuter. Die Kräuter- und Gewürzmischungen vom Pflegerhof werden von einigen Hotels als Geschenk für ihre Gäste verwendet und natürlich für die Zubereitung von Tee beim Hotelfrühstück. „Es gibt noch sehr viel Potenzial in der Gastronomie und Hotellerie“ sagt Cornelia Mulser. „In den letzten fünf Jahren hat sich jedenfalls unser Umsatz im Gastgewerbebereich erhöht. Dank der Zusammenarbeit mit HOGAST“, sagt die junge Bäuerin.