Betriebsberatung | 22.07.2021

„Sabatini“-Ansuchen wieder möglich

Seit Anfang Juli ist die staatliche „Sabatini“-Förderung wieder verfügbar. Die Abteilung Betriebsberatung des Bauernbundes hilft auf Wunsch beim Einreichen der Gesuche.

Vor allem bei der Anschaffung von neuen kostspieligen Maschinen kann die „Sabatini“-Förderung eine gute Finanzierungsquelle sein.

Vor allem bei der Anschaffung von neuen kostspieligen Maschinen kann die „Sabatini“-Förderung eine gute Finanzierungsquelle sein.

Die für das Jahr 2021 vorgesehenen Finanzmittel waren Anfang Juni aufgebraucht, nachdem es im April und Mai zu einem wahrlichen Förderansturm auf Staatsebene kam. Mit der Notstandsverordnung vom 30. Juni 2021 wurden jedoch weitere 425 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wonach die Förderung nun seit dem 2. Juli 2021 wieder zugänglich ist. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Fördermittel auch dieses Mal nicht bis zum Jahresende 2021 reichen werden. 

Zur Erinnerung: Bei der sogenannten Sabatini-Förderung handelt es sich um einen Zinsbeitrag auf die Restkapitalschuld, welcher direkt vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung gewährt wird. Demnach muss ein Darlehen bei einer Bank aufgenommen werden, welches eine maximale Laufzeit von fünf Jahren aufweist. Anstelle eines Darlehens kann auch ein Leasing-Vertrag gefördert werden. 

Zinsbeitrag von 2,75 oder 3,57 %

Für intelligente computergesteuerte Maschinen (sog. Impresa 4.0) beträgt der Beitrag dabei pro Jahr 3,57 Prozent auf die Restkapitalschuld (in Summe entspricht dies rund zehn Prozent berechnet auf die gesamte Investition), bei normalen Maschinen hingegen 2,75 Prozent (in Summe ca. acht Prozent). Die Förderung ist unabhängig vom tatsächlichen Zinssatz, der an die Bank bezahlt werden muss. 

Nicht nur Maschinen

Wichtig zu wissen: Es müssen nicht unbedingt Maschinen im klassischen Sinn sein, sondern diese Förderung gibt es z. B. auch für das Material einer Bewässerungsanlage, einer Neuanlage oder der Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Inneneinrichtung. Nicht gefördert werden lediglich Bauarbeiten, Pflanzen (z. B. Bäume einer Apfelneuanlage), Tiere und Erdbewegungsarbeiten. 

Die Mindestinvestition beträgt 20.000 Euro ohne MwSt., die Umsetzbarkeit (v. a. Abläufe, Zeitraum und Kreditwürdigkeit) muss jedenfalls vorab mit dem jeweiligen Bankinstitut abgeklärt werden.

Digitale Unterschrift notwendig

Das Gesuch muss vom Landwirt digital unterschrieben werden. Die digitale Unterschrift kann seit Kurzem im jeweiligen Bezirksbüro des Südtiroler Bauernbundes beantragt werden. Zudem können die Dokumente anschließend über „mein SBB“ unterzeichnet und übermittelt werden. 

Die Abteilung Betriebsberatung des Bauernbundes hilft auf Wunsch beim Einreichen der Gesuche. Bei Interesse oder Fragen zur Sabatini-Förderung können sich Mitglieder gerne bei Martine Abram (Tel.: 0471 999217 oder martine.abram@sbb.it) melden.