Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 07.06.2021

15 Jahre lernen mit den Bäuerinnen

Seit 2006 Jahren bieten die Südtiroler Bäuerinnen Kurse, Dienstleistungen und Projekte für Groß und Klein an. Bei einer Pressekonferenz blickten sie auf die Erfolgsgeschichte des Dienstleistungsportals zurück.

Im Rahmen einer Pressekonferenz feierten die Bäuerinnen das 15-jährige Bestehen ihres Dienstleistungsportals. Foto: SBO

Im Rahmen einer Pressekonferenz feierten die Bäuerinnen das 15-jährige Bestehen ihres Dienstleistungsportals. Foto: SBO

Am Donnerstag, dem 3. Juni, feierte die Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) das 15-jährige Bestehen des Bäuerinnen-Dienstleistungsportals: 15 Jahre, in denen die Bäuerinnen-Dienstleisterinnen bäuerliches Wissen und Werte weitergeben, Handgemachtes mit Tradition fertigen, vielfältige Streifzüge durch Hof und Garten zugänglich machen, bäuerliche Buffets mit Mehrwert auftischen und durch Schule am Bauernhof mit Kopf, Herz und Hand lernen ermöglichen.

Das Ziel der SBO war es von Anfang an heimische Produkte in den Vordergrund zu stellen, Landwirtschaft erlebbar zu machen und Zuerwerbsmöglichkeiten für die Bäuerinnen aufzubauen. Gretl Schweigkofler, die damalige Landesbäuerin, setzte im Jahr 2002 mit der ersten Ausschreibung des Lehrganges „Bäuerin – Botschafterin ihrer Produkte“ den Start für das große Projekt. Es folgten weitere Ausbildungen zur Botschafterin, zur Referentin, zur Gartenführerin und zur Tagesmutter. Und im Jahre 2006 folgte dann die Gründung des Bäuerinnen-Dienstleistungsportal, damals unter der Marke „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben.“ Der damaligen Landesbäuerin Maria Kuenzer war klar, dass es eine gemeinsame Plattform braucht, um die Botschaften hinauszutragen, die Dienstleistungen gemeinsam zu bewerben und für Qualität zu sorgen. „Die Bäuerinnen sollen durch die Dienstleistungen eine Möglichkeit des Zuerwerbs erhalten und dadurch in ihrer Eigenständigkeit und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden.“, betonte Maria Kuenzer.

Bäuerlichen Alltag erleben

Das Angebot im Dienstleistungsportal entwickelte sich immer weiter. In der Zeit als Hiltraud Erschbamer Landesbäuerin war, wurde die Marke „Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand“ eingeführt. Erschbamer war es ein Anliegen, mit den Dienstleistungen die Tür zur bäuerlichen Welt zu öffnen und den Menschen einen authentischen Einblick in den bäuerlichen Alltag zu ermöglichen. Sie erklärt: „Die Menschen suchen nach Authentizität und darauf können wir Bäuerinnen eine Antwort geben.“ Die Bäuerinnen-Dienstleisterin Brigitte Zöschg kann dies bestätigen: „Die Menschen fragen nach dem Ursprünglichen, dem Bäuerlichen und dem handwerklich Gemachten. Die Aufträge sind in den letzten Jahren gestiegen.“

Heute sind 97 Bäuerinnen-Dienstleisterinnen und Anbieter für Schule am Bauernhof im Dienstleistungsportal unter der Qualitätsmarke „Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand“ tätig und/oder bieten im Rahmen der Sozialen Landwirtschaft ihre Dienstleistungen an. „Wir geben in Kursen, bei Führungen oder Präsentationen unser Wissen, unsere Werte und Traditionen weiter,“ so Patrizia Prantl, Referentin für Koch- und Backkurse, „Wir bringen aber auch das Innovative mit ein, das ist auch wichtig!“

Sensibilisierung in Schulen grundlegend

Mehrere Bäuerinnen-Dienstleisterinnen berichteten bei der Pressekonferenz am 3. Juni von ihren Tätigkeiten und boten Einblicke in ihre Arbeit, von der Herstellung eines Smoothies mit regionalen Produkten bis zum Butterschlagen. Dabei sind sich alle einig: „In erster Linie sind wir alle gern Bäuerin und geben gerne unser Wissen weiter. Wir freuen uns über die Wertschätzung und Anerkennung unserer Handfertigkeiten.“ 

Die Schulprojekte der Südtiroler Bäuerinnenorganisation setzen auf ein lebendiges Lernen. Das Bewusstsein und die Wertschätzung für Natur, Tiere und regionale Produkte werden dabei gestärkt. Seit 2016 nahmen über 47.000 Schülerinnen und Schüler an den Schulprojekten mit den Bäuerinnen teil. Landesbäuerin Antonia Egger erklärte: „Die Schulprojekte sind wichtig, dadurch motivieren die Kinder auch ihre Eltern gemeinsam zu kochen und bewusster einzukaufen. Und wer könnte das den Kindern besser vermitteln als die Bäuerinnen.“

Gleichzeitig bedankte sich Antonia Egger bei den langjährigen Partnern, ohne die das Dienstleitungsportal nicht hätte so erfolgreich werden können: die Fachschulen für Landwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft, allen voran die Fachschulen Haslach und Salern, die Bauernbund-Weiterbildungsgenossenschaft, die deutsche Bildungsdirektion, die Fondazione UPAD, der Schulverbund Pustertal, der Sennereiverband, die IDM Südtirol, das Apfelkonsortium, die Autonome Provinz Bozen – Abteilung Landwirtschaft. 

Zum 15-jährigen Jubiläum gibt es eine neue Broschüre: Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand: Von Südtiroler Bäuerinnen lernen. Kurse, Dienstleistungen und Projekte für Groß und Klein. Die Broschüre ist im SBO-Büro und in den Bauernbund-Bezirksbüro erhältlich. Mehr Infos unter Tel. 0471999460,
info@baeuerinnen.it oder www.baeuerinnen.it