Bauernbund, Südtiroler Landwirt | 27.05.2021

Bewusstsein schaffen

Die Kampagne „Dein Südtiroler Bauer“ stellt die Kulturlandschaft in den Mittelpunkt. Auf Plakaten und im ­Internet informiert der Südtiroler Bauernbund die Bevölkerung über die Vorteile der bäuerlichen ­Landschaftspflege. Bäuerinnen und Bauern können dazu Fotos einsenden. von Tobias Egger

Geflochtene Speltenzäune sind ein Beispiel für die Rolle der Landwirtschaft für den Erhalt des kulturellen Erbes.

Geflochtene Speltenzäune sind ein Beispiel für die Rolle der Landwirtschaft für den Erhalt des kulturellen Erbes.

Nachdem in den vergangenen Jahren die Ernährung und regionalen Lebensmittel im Vordergrund standen, widmet sich die Kampagne nun der Kulturlandschaft. Der Zeitpunkt für dieses Thema ist bewusst gewählt: Nach den Corona-bedingten Einschränkungen zieht es die Südtirolerinnen und Südtiroler derzeit umso stärker nach draußen. Viele wissen eine attraktive Kulturlandschaft und die Arbeit, die dahintersteht, nun mehr zu schätzen. Für den Südtiroler Bauernbund ist dies die Gelegenheit, um die Bevölkerung auf die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern bei der Landschaftspflege aufmerksam zu machen. Landesobmann Leo Tiefenthaler erklärt: „Seit jeher bewirtschaften und pflegen wir die Natur- und Kulturlandschaft Südtirols. Mit der neuen Kampagne wollen wir Bewusstsein und Wertschätzung für die bäuerliche Landschaftspflege schaffen und gleichzeitig für Achtsamkeit plädieren.“ 

Plakate in den Städten

Mehrere Plakatmotive werden in den kommenden Wochen zeigen, welche Vorteile die bäuerliche Landschaftspflege für alle bringt. Ein Vorteil ist dabei das attraktive Landschaftsbild: Durch die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern erhält Südtirol sein charakteristisches Erscheinungsbild, das Einheimische wie Gäste schätzen. Ohne die Bewirtschaftung würden Grünflächen und Almen in kurzer Zeit verwildern und verwalden. Den Südtirolern soll bewusst werden, dass sie die Kulturlandschaft genießen können, weil die Bauern diese bearbeiten und pflegen. Diese Botschaft sollen die neuen Plakatmotive vermitteln. 

Mit der Kulturlandschaft ist außerdem der Erhalt des lokalen Kulturerbes verbunden. Das zweite Plakatmotiv, ein kunstvoll geflochtener Speltenzaun, verdeutlicht die Rolle der Landwirtschaft für den Erhalt des kulturellen Erbes der Region.

Auf die Nutzung der Kulturlandschaft hinweisen

Die von Bauernhand gestaltete Kulturlandschaft bildet außerdem einen vielfältigen Freizeit- und Erholungsraum für die Bevölkerung. In diesem Zusammenhang appelliert der Südtiroler Bauernbund auch an eine respektvolle Nutzung der Kulturlandschaft. Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner unterstreicht: „Vielen Mitbürgern ist nicht bewusst, dass Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren vielfach auf bäuerlichem Grund stattfinden. Achtsamkeit ist darum eine wichtige Voraussetzung.“ Dazu gehört unter anderem das Bleiben auf markierten Wegen. Auch das ist eine Botschaft der Kampagne. 

Alle drei Plakatmotive werden in den kommenden zwei Wochen landesweit in den Städten und Großgemeinden zu sehen sein. Außerdem werden die Bilder und Botschaften der Kampagne im Internet und über die Sozialen Medien verbreitet. Beiträge auf Facebook und Instagram bedienen vor allem die junge Zielgruppe. 

Fotoaufruf an alle Mitglieder

Auch die Bäuerinnen und Bauern sind in die Kampagne auf den Sozialen Medien eingebunden. Alle Mitglieder werden über Whatsapp (Aufruf folgt!) dazu eingeladen, aktuelle Fotos zur Kulturlandschaft und der Landschaftspflegearbeit einzusenden. Das können zum Beispiel Fotos von der Heuarbeit, von weidenden Tieren oder blühenden Wiesen sein. Auch Landschaftselemente wie Trockenmauern, Hecken oder schöne Holzzäune sowie Fotos von einem Kastanienweg, Waalweg oder Weinbauterrassen, die von Bauern gepflegt werden, sind passende Motive. Die Fotos werden dann auf den Kanälen von „Dein Südtiroler Bauer“ auf Facebook und Instagram veröffentlicht. Bäuerinnen und Bauern, die selbst auf den Sozialen Plattformen aktiv sind, können ihre Fotos mit dem Hashtag #deinsüdtirolerbauer markieren und so zur Kampagne beitragen. 

Mit dem Einsenden von Fotos können alle Bäuerinnen und Bauern aktiv dazu beitragen, dass die Kulturlandschaft und die Leistungen der Landwirtschaft noch mehr wertgeschätzt werden.