Südtiroler Landwirt, Politik | 13.05.2021

„Wege in gute Zukunft aufzeigen“

Landwirtschafts-Landesrat Arnold Schuler hat mit dem Strategiepapier „LandWIRtschaft 2030“ eine Vision entwickelt, wie sich Südtirols Landwirtschaft weiterentwickeln soll und kann. Im Gespräch mit dem „Südtiroler Landwirt“ erklärt er, was er damit beabsichtigt. von Bernhard Christanell

Bei der Ausarbeitung seines Strategiepapiers hat Landesrat Arnold Schuler versucht, alle Beteiligten ins Gespräch mit einzubeziehen.

Bei der Ausarbeitung seines Strategiepapiers hat Landesrat Arnold Schuler versucht, alle Beteiligten ins Gespräch mit einzubeziehen.

Erarbeitet hat Schuler sein Strategiepapier gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, deren Interessenvertretern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Eurac, Universität Bozen und Versuchszentrum Laimburg sowie der Landesregierung. Vorangegangen sind mehrere Diskussionsrunden – wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Webinar-Form. Zuerst hatte Schuler im vergangenen Jahr seine Ideen mit der bäuerlichen Bevölkerung diskutiert. Im Jänner war dann der Auftakt zum breiten Dialog gefolgt: 700 Südtirolerinnen und Südtirolern hatte Schuler seine Ideen für ein Konzept der ­zukünftigen Landwirtschaft vorgestellt und mit Studiogästen sowie den Teilnehmern
über die hohen Erwartungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft debattiert. In drei weiteren Webinaren diskutierte der Landesrat dann über Obst- und Weinbau, Tierhaltung sowie Klima- und Umweltschutz. Das Ergebnis – das Strategiepapier „LandWIRtschaft 2030“ – liegt dieser Ausgabe des „Südtiroler Landwirt“ bei. 

Südtiroler Landwirt: „Schon wieder eine Strategie?“ Das fragen sich viele Bäuerinnen und Bauern im Land und fürchten weitere Auflagen und Einschränkungen für ihre tägliche Arbeit. Können Sie diese Sorgen entkräften?

Arnold Schuler: In meinem Strategiepapier für die Südtiroler Landwirtschaft geht es darum, die Südtiroler Landwirtschaft in eine gute Zukunft zu führen. Wir haben diesbezüglich sechs Handlungsfelder definiert, welche die Themen der Zukunft sein werden. Es geht in der Strategie nicht darum, Auflagen zu schaffen, sondern Leitlinien und Maßnahmen, welche die Richtung vorgeben, in die wir uns erfolgreich und nachhaltig entwickeln wollen. Vieles ist bereits angestoßen, auch das wollten wir aufzeigen und weiter ausführen. 

Südtirol ist das Land der bäuerlichen Familienbetriebe – so heißt es auch in Ihrem Strategiepapier. Gibt es auch konkrete Pläne, wie die Politik erreichen will, dass das so bleibt?

Die Stärke und Einzigartigkeit der Südtiroler Landwirtschaft ist von den 16.549 Familienbetrieben gekennzeichnet. Ziel ist es, deren Erhalt zu sichern, indem sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe bessert. Dazu sollen die in Südtirol produzierten Lebensmittel immer mehr zu Premiumprodukten werden, um eine größere Wertschöpfung zu erzielen. Wir wollen außerdem die Nischenkulturen und die Fleischproduktion ausbauen, und der Zu- und Nebenerwerb soll unterstützt werden. Wichtig ist auch, dass die Zusatzleistungen der Landwirtschaft entsprechend entgolten werden. 

Südtirol ist das Land der bäuerlichen Familienbetriebe – so heißt es auch in Ihrem Strategiepapier. Gibt es auch konkrete Pläne, wie die Politik erreichen will, dass das so bleibt?

Die Stärke und Einzigartigkeit der Südtiroler Landwirtschaft ist von den 16.549 Familienbetrieben gekennzeichnet. Ziel ist es, deren Erhalt zu sichern, indem sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe bessert. Dazu sollen die in Südtirol produzierten Lebensmittel immer mehr zu Premiumprodukten werden, um eine größere Wertschöpfung zu erzielen. Wir wollen außerdem die Nischenkulturen und die Fleischproduktion ausbauen, und der Zu- und Nebenerwerb soll unterstützt werden. Wichtig ist auch, dass die Zusatzleistungen der Landwirtschaft entsprechend entgolten werden. 

 

Das ganze Interview finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 9 des „Südtiroler Landwirt“ vom 13. Mai auf Seite 15 oder online auf „meinSBB“.