Südtiroler Landwirt, Verein Freiwillige Arbeitseinsätze | 29.04.2021

VFA: nach 25 Jahren schwarze Zahlen

Der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze feiert heuer seinen 25sten Geburtstag. Und damit einen Etappensieg: Erstmals in seiner Geschichte hat der Verein einen Saldenüberschuss vorzuweisen. Ein Grund mehr, sich zu freuen … von Renate Anna Rubner

Seit 25 Jahren koordiniert der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze Helferinnen und Helfer für Südtiroler Bergbauernhöfe. Foto: VFA

Seit 25 Jahren koordiniert der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze Helferinnen und Helfer für Südtiroler Bergbauernhöfe. Foto: VFA

Im Jahr 1996 startete ein Pilotprojekt: Auf Initiative von Südtiroler Bauernbund und Südtiroler Jugendring organisierte und koordinierte Markus Breitenberger freiwillige Erntehelferinnen und Erntehelfer für Südtiroler Bergbauernhöfe. Zwischen 15. Juni und 31. August gingen so 39 Freiwillige insgesamt 31 Bauernfamilien aus dem Sarntal, dem Ahrntal, aus Sand in Taufers, Ulten und St. Pankraz bei der Heuernte zur Hand: 31 aus Südtirol, sechs aus Deutschland und zwei aus Österreich, ein Drittel davon Frauen. Am 13. September wurde der Erfolg dieses Pilotprojekts mit allen Beteiligten gefeiert: auf der Haselburg in Bozen. 

Das ist nun 25 Jahre her und war die Basis für die Gründung des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze VFA, die am 8. Mai 1997 zwischen Bauernbund, Jugendring, Caritas und Lebenshilfe urkundlich besiegelt wurde. Dieses Jubiläum wurde bei der Mitgliederversammlung des Vereins am Freitag, dem 23. April, gefeiert. Es gab aber noch einen anderen Grund zur Freude: Obmann Georg Mayr konnte bei dieser Gelegenheit erstmals in der Geschichte des Vereins eine positive Gewinn-und-Verlust-Rechnung vorlegen. 

Finanzierung immer schwierig

Bereits seit seinen Anfängen ist der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze auf Beiträge und Zuwendungen öffentlicher und privater Unterstützer angewiesen. Den Großteil seiner Finanzierung erhält er alljährlich über das Amt für Senioren, gefolgt von Südtiroler Bauernbund, der Caritas und der Stiftung Südtiroler Sparkasse.

Trotzdem war es immer schwierig, die Kosten des Vereins zu decken. Eine große Hilfe kam vor einigen Jahren von der Aspiag, die dem Verein einen großen Geldbetrag überwies, der aus dem Verkauf der Einkaufstaschen in den Supermärkten des Handelsunternehmens abgezweigt wurde. Auch in den Folgejahren gab es immer wieder Spenden von der Aspiag für den Verein Freiwillige Arbeitseinsätze. 

Seit Jahren erhält der Verein auch Unterstützungsbeiträge von den Bezirksgemeinschaften Salten-Schlern und Überetsch-­Unterland. Im Jahr 2020 bekam der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze erstmals auch von der Bezirksgemeinschaft Vinschgau und vom Raiffeisen Hilfsfonds einen Beitrag für seine Tätigkeit. 

Zudem fielen im letzten Jahr die Zuwendungen der fünf Promille stärker ins Gewicht als in anderen Jahren: Zum einen weil erstmals zwei Beitragsjahre in einem Jahr ausgezahlt wurden, zum anderen waren auch die Summen höher als bisher: Für das Bezugsjahr 2019/2018 erhielt der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze 17.508,83 Euro ausbezahlt und für das Bezugsjahr 2018/2017 sogar 19.615,99 Euro. Damit erklärt sich auch der für das Jahr 2020  erzielte Saldenüberschuss, den der Verein verbuchen kann.

„Wir freuen uns natürlich sehr über die große Unterstützung, die wir immer wieder erhalten. Und auch über unsere erste positive Bilanz“, sagt Obmann Georg Mayr, der dem Verein seit seinen Anfängen als Obmann vorsteht. „Wir hoffen natürlich auch weiterhin auf die Unterstützung der Träger des Vereins, der Landesverwaltung und aller Förderer.“ 

 

Den ganzen Bericht samt Tabellen finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 8 des „Südtiroler Landwirt“ vom 30April auf Seite 4 oder online auf „meinSBB“.