Markt | 16.04.2021

Luudl: der Marktplatz für Nutztiere

Vor Kurzem ist die digitale Plattform Luudl für landwirtschaftliche Nutztiere in Südtirol gestartet. Auf Luudl können Bäuerinnen und Bauern kostenlos Tiere zum Verkauf anbieten und suchen.

Die Gründer (v. l.): Lukas Silbernagel, Dieter Senn, Barbara Trojer und ­Maximilian ­Kollmann

Die Gründer (v. l.): Lukas Silbernagel, Dieter Senn, Barbara Trojer und ­Maximilian ­Kollmann

Die Onlineplattform Luudl hat sich zum Ziel gesetzt, Angebot und Nachfrage an Tieren in Südtirol zusammenzuführen. Auf der Internetseite www.luudl.com kann von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Rindern, Schweinen oder Geflügel über Haustiere bis hin zu Bienen alles inseriert werden. Die Plattform ist einfach und intuitiv gestaltet, und das Inserieren und Suchen ist kostenlos. 

Maßgeschneidert für Tiere

Luudl ist für das Kaufen und Verkaufen von Tieren gemacht. Die Plattform erlaubt den Verkäufern eine passende Präsentation des Tieren und den Suchenden eine präzise Auswahl. Über das Smartphone oder den Computer kann ein Tier mit wenigen Klicks genau nach Art, Rasse, Geschlecht und Kategorie klassifiziert werden. Fotos können hochgeladen und ein Preis kann festgelegt werden. Besonderes Augenmerk legt Luudl auf Bio- und Herdebuchtiere, diese können eigens klassifiziert und gefiltert werden. 

Für das Inserieren und Suchen auf Luudl fallen keine Kosten an. Es ist auch keine Provision vorgesehen. Der Verkauf oder Kauf wird nicht über die Plattform abgewickelt, sondern direkt zwischen Käufer und Verkäufer. Diese einigen sich über den Preis und die Zahlungsmethode und kümmern sich um den Transport und, falls vorgesehen, um die Meldung der Tierbewegung. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf bleibt dem Betrieb erhalten, und zudem kann der Verkäufer entscheiden, wohin sein Tier geht. Die Suche nach Tieren in der Umgebung erlaubt es, unnötige und lange Tiertransporte zu vermeiden.

Qualität auch online

Luudl liegt die Qualität der Inserate und der Plattform sehr am Herzen. Für die Entwicklung der Plattform wurde die Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Verbänden gesucht. Die Qualität der Inserate ist durch die genaue Klassifizierung gegeben, das Hochladen von mehreren Fotos erlaubt eine perfekte Präsentation des Tieres. 

Für einen erfolgreichen Verkauf auf Luudl sind qualitative Fotos von sauberen Tieren wichtig, wenn möglich vor einem neutralen Hintergrund. Mindestens genauso wichtig sind eine genaue Kategorisierung und eine detaillierte Beschreibung der Tiere. Hilfreich für einen gelungen Verkauf kann es auch sein, den Standort des Tieres auf der Karte so genau als möglich anzugeben. 

Zudem kann die Nutzerin, bzw. der Nutzer den eigenen Betriebsnamen bei der Registrierung eingeben. In vielen Fällen ist der Hofname in der näheren und weiteren Umgebung gut bekannt und bürgt für die Qualität der angebotenen Tiere. 

Südtiroler Start-up

Hinter der Plattform Luudl steht die Luudl GmbH, welche ein Südtiroler Start-up ist. Sie besteht aus den Gründern Barbara Trojer und Dieter Senn, Maximilian Kollmann und Lukas Silbernagel von tincx.

In den ersten beiden Wochen nach Start der Plattform Luudl wurden bereits 150 Inserate veröffentlicht. Pro Tag zählt die Internetseite durchschnittlich 400 Nutzerinnen und Nutzer.  

Info

Luudl finden Sie im Internet unter www.luudl.com sowie auf Facebook und Instagram. Fragen und Anregungen können an info@luudl.com gesendet werden. 



3 Fragen an Barbara Trojer
Mitgründerin von Luudl

Südtiroler Landwirt: Was waren Ihre Beweggründe, um mit Luudl zu starten? 

Barbara Trojer: Bei unserer täglichen Arbeit haben wir bemerkt, dass die Vermarktung der Tiere für die einzelnen Betriebe häufig eine Herausforderung darstellt. Auf der anderen Seite haben wir beobachtet, dass Betriebe, die auf der Suche nach Tieren waren, über Umwege das Tier des Nachbarn gekauft haben. Für uns war klar: Hier braucht es eine digitale Lösung, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen und die Tierhalter zu vernetzen. 

Wie haben Sie die Plattform entwickelt?

Wesentlich für die Entwicklung von Luudl waren unsere Partner von der Webagentur „tincx“, Maximilian Kollmann und Lukas Silbernagel. Sie hatten das Wissen, um die digitale Plattform zu entwickeln und übersichtlich zu gestalten. Zudem haben wir die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Verbänden und Vereinen gesucht, von denen uns einige bei der Ausarbeitung unterstützt haben. Die Plattform soll einfach und intuitiv sein und dem Nutzer immer wieder etwas Neues bieten.

Was bedeutet das Wort „Luudl“?

„Luudl“ ist ein altes Sarner Dialektwort für Stier. Wir haben diesen Namen gewählt, weil wir damit an die Tradition anknüpfen wollen. In der Vergangenheit waren die Höfe, wo ein Luudl stand, ein Treffpunkt. Bei der Sprungstelle wurde über die Tiere und die Zucht diskutiert und sich ausgetauscht. Einen solchen digitalen Treffpunkt wollen wir mit Luudl schaffen.