Marketing | 01.04.2021

Voraussetzungen für UaB angepasst

Im März 2020 hat die Landesregierung die Zugangskriterien für Urlaub auf dem Bauernhof (UaB) verschärft. Nun, ein Jahr später, wurden die Kriterien neuerlich überarbeitet. Reine Geflügel- und Schweinehaltungs­betriebe können auch in Zukunft UaB anbieten.

Auch Schweine können nun zur Berechnung der GVE auf einem UaB gezählt werden.

Auch Schweine können nun zur Berechnung der GVE auf einem UaB gezählt werden.

Ende März letzten Jahres wurden die Mindestanforderungen für den Landwirtschaftsbetrieb als Voraussetzung für UaB verschärft. Der Mindestviehbesatz wurde erhöht, und für diesen zählten nur mehr Rinder, Schafe und Ziegen. Ebenso wurden die Mindestflächen bei Sonderkulturen (z. B. Gemüseanbau) von 0,5 Hektar auf einen Hektar als Mindestvoraussetzung für UaB angehoben. Dies hatte zur Folge, dass reine Geflügel- oder Schweinehaltungsbetriebe nicht mehr die Voraussetzungen für UaB hatten und innerhalb März 2022 in die Privatzimmervermietung wechseln hätten müssen. 

Auf Intervention des Südtiroler Bauernbundes hin hat die Landesregierung diese Kriterien nun angepasst. Der Mindestviehbesatz von 1,5 GVE kann nun neben Rindern, Schafen und Ziegen auch durch Schweine und Geflügel erfüllt werden. Wie viele Tiere nötig sind, um 1,5 GVE zu erreichen, kann folgender Tabelle entnommen werden. Um UaB ausüben zu können, muss neben dem Mindestviehbesatz auch die Mindestfläche eingehalten werden. Diese beträgt weiterhin 0,5 Hektar für Obst- und Weinbau und ein Hektar Wiesen, Ackerfutterbauflächen oder Sonderkulturen in der Berglandwirtschaft. 

Ausgenommen von dieser Regelung waren bisher auch Pferdehaltungsbetriebe mit gemeldeter Reittätigkeit und mindestens fünf Pferden oder Ponys. Mit der neuen Regelung gilt diese Ausnahme auch für Betriebe mit gemeldetem Kutscherdienst, sofern mindestens fünf Pferde oder Ponys gehalten werden. Die Tierhaltung muss in allen Fällen an der eigenen Hofstelle erfolgen. 

Mindestdauer für Pachtverträge entfällt

Weiters entfällt mit diesem Beschluss in Zukunft auch die Mindestdauer der Pachtverträge von zehn Jahren, sofern diese Pachtverträge zur Erfüllung der Mindestvoraussetzungen herangezogen werden. Dazu muss allerdings angemerkt werden, dass die Mindestvoraussetzungen ohnehin während der gesamten Zeit, in der UaB ausgeübt wird, vorhanden sein müssen. 

Bis März 2022 anpassen müssen sich weiterhin all jene Betriebe, die ausschließlich Lamas, Alpakas, Kamele u. Ä. halten, bzw. auch jene mit ausschließlich Pferde-, Pony- oder Eselhaltung ohne Reitbetrieb. Falls sich jemand an die Kriterien anpassen muss, sollte er sich rechtzeitig an die Mitarbeiter des Fachbereichs Zu- und Nebenerwerb in den Bauernbund-Bezirksbüros wenden. 


Eine Tabelle mit der Berechnung der GVE nach Tierarten finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 6 des „Südtiroler Landwirt“ vom 2April auf Seite 31 oder online auf „meinSBB“.