Sozialberatung | 01.04.2021

Sondermaßnahmen für Familien

Weiterhin will der Staat besonders Familien bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie unterstützen. Das Bauernbund-Patronat ENAPA bietet hier eine Übersicht über die Maßnahmen, welche für das Jahr 2021 gültig sind.

Familien sollen während der Covid-19-Krise besonders unterstützt werden.

Familien sollen während der Covid-19-Krise besonders unterstützt werden.

Mit einem Gesetzesdekret (Nr. 30 vom 13.3.2021) hat die Regierung einige neue Sondermaßnahmen für die Familie eingeführt, welche bis 30. Juni 2021 gültig sind. Eltern mit lohnabhängigem Arbeitsverhältnis können unter bestimmten Bedingungen ein Ansuchen um Sonderelternzeit beim NISF/INPS stellen. Das Bauernbund-Patronat ENAPA ist beim Ansuchen behilflich, sobald die programmtechnischen Anpassungen von Seiten des NISF/INPS vorgenommen wurden.

Sonderelternzeit 

In jenen Fällen, in denen Lohnabhängige nicht im Smart Working arbeiten können, können die Eltern – auch abwechselnd – für die Dauer der ganzen oder teilweisen Aussetzung der Bildungsaktivitäten oder der Dauer der Covid-19-Infektion oder Quarantäne des Kindes unter 14 Jahren von der Arbeit fernbleiben. Das Kind muss mit dem antrag­stellenden Elternteil zusammenleben. Diese Vergünstigung wird auch für Eltern mit behinderten Kindern (lt. Ges. 104/1992, Art. 4, Abs. 1) für die Dauer der Aussetzung aller Schulstufen und auch für die angeordnete Schließung der Tageszentren und Sozialeinrichtungen gewährt. 

Wenn bereits eine Elternzeit im Zeitraum von 1. Jänner 2021 bis 13. März 2021 beansprucht wurde und die Voraussetzungen für die Sonderelternzeit erfüllt sind, kann eine Umwandlung in Sonderelternzeit beantragt werden. Die Sonderelternzeit wird nicht als ordentlicher Elternurlaub verrechnet. 

Wartezeit mit Arbeitsplatzerhaltung 

Bei Kindern ab 14 und 16 Jahren können die Eltern abwechselnd – falls die Voraussetzungen (lt. Abs. 2: Sonderelternzeit für Schulkinder oder Kinder mit Beeinträchtigungen) erfüllt werden – um unbezahlten Wartestand (ohne Gehalt und Anerkennung der figurativen Beiträge) beim Arbeitgeber ansuchen. Dabei ist die Arbeitsplatzerhaltung garantiert.

Bonus „Baby Sitting“ wurde verlängert

Für zusammenlebende Kinder unter 14 Jahren kann der Bonus Baby Sitting – auch rückwirkend ab 1. Jänner 2021 – beansprucht werden. Der Bonus darf 100 Euro pro Woche überschreiten und wird über das System „libretto di famiglia“ des INPS abgerechnet. Dies betrifft: Arbeiter, welche beim INPS in der Separatverwaltung versichert sind, Selbstständige, Sicherheitspersonal (welche im Zusammenhang mit dem epidemiologischen Ausbruch von Covid-19 eingesetzt werden), Beschäftigte im öffentlichen und privaten Gesundheitswesen, Ärzte, Krankenpflegepersonal, Techniker sowie Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitsbereich. Alternativ kann der Bonus an den Antragsteller (lt. oben angeführter Kategorien) bei nachgewiesenen Anmeldungen in den Sommerzentren und Zusatzdiensten für Kinder (sozialpädagogische Dienste der Gebietskörperschaften, Zentren mit Bildungs- und Erholungsfunktion, ergänzende oder innovative frühkindliche Dienstleitungen) ausgezahlt werden. 

Unvereinbarkeiten beim Bonus „Baby Sitting“

Der Bonus kann nur gewährt werden, falls das andere Elternteil nicht bereits andere Begünstigungen und Elternzeiten beansprucht. Für jene Tage, an denen ein Elternteil in „Smart Working“ arbeitet, Sonderelternzeit beansprucht, keiner Erwerbstätigkeit nachgeht oder von der Arbeit suspendiert ist, kann das andere Elternteil nicht den Bonus „Baby Sitting“ beanspruchen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Elternteile, die ein Kind unter 14 Jahren mit einem anderen Partner haben, welcher nicht in den Genuss genannter Maßnahmen kommt.
Änderungen an den hier angeführten Kriterien sind vorbehalten.