Sozialberatung | 01.04.2021

Hilfe durch „Sostegni“-Dekret

Das Gesetzesdekret „Sostegni“ (Nr. 41 vom 22. März 2021) sieht finanzielle Vergütungen für bestimmte ­Kategorien vor. Das Bauernbund-Patronat ENAPA bemüht sich im folgenden Artikel, eine kurze Zusammen­fassung zu geben, und ist bei der Antragstellung behilflich.

Für die selbstständigen oder lohnabhängigen Arbeiter in der Landwirtschaft sind keine Vergütungen vorgesehen. Jedoch werden die selbstständigen Bauern und deren bauernversicherte Familienmitglieder von den NISF/INPS-Bauernversicherungsbeiträgen zuzüglich zu den Monaten November und Dezember 2020 auch für Jänner 2021 befreit. Die einmaligen Vergütungen zählen nicht als Einkommen, werden mit einmaliger Zahlung vom Sozialfürsorgeinstitut NISF/INPS auf Antrag gewährt und sind untereinander nicht vereinbar.

Antragstellung

Wer bereits laut den vorhergehenden Dekreten „Ristori“ die Pauschalvergütung beansprucht hat, erhält nochmals automatisch eine Einmalzahlung von 2400 Euro. 

Ein neuer Antrag muss nicht gestellt werden. Nur Selbstständige und Lohnabhängige, welche die Bedingungen erfüllen und noch keinen Antrag gestellt haben, können bis 31. Mai 2021 einen Antrag um Auszahlung der einmaligen Vergütung stellen. 

Aufgrund der fehlenden programmtechnischen Anpassungen von Seiten des NISF/INPS und gesetzlicher Unsicherheiten übernimmt das Bauernbund-Patronat keine Haftung. Änderungen an den genannten und in den Tabellen angeführten Voraussetzungen sind vorbehalten.

Vergütungen für Beschäftigte im Sportbereich

Vorgesehen sind laut dem neuen „Sostegni“-Dekret zudem auch pauschale Vergütungen für Beschäftigte im Sportbereich, und zwar im folgenden Ausmaß:

  • 3600 Euro für jene, die im Steuerjahr 2019 ein Bruttoeinkommen über 10.000 Euro hatten;
  • 2400 Euro für jene, die im Steuerjahr 2019 ein Bruttoeinkommen von 4000 bis 10.000 Eu­ro hatten;
  • 1200 Euro für jene, die im Steuerjahr 2019 ein Bruttoeinkommen unter 4000 Euro hatten. 

Arbeiter, die zu den Risikogruppen gehören

Für Personen mit schwerwiegender Beeinträchtigung (lt. Art. 3,3 104/1992) oder mit medizinisch zertifiziertem erhöhten Gesundheitsrisiko (Immunschwäche, onkologischer Erkrankung – lt. Art. 3,1 104/1992), mit einen lohnabhängigen Arbeitsverhältnis im privaten oder öffentlichen Sektor wird das Fernbleiben von der Arbeit – nach Verschreibung vom Arzt – als Krankenhausaufenthalt bis 30. Juni 2021 bewertet. Dies gilt nur, falls nicht im „Smart Working“ gearbeitet werden kann.

Voraussetzungen für das Arbeitslosengeld „NaspI“

Jene, die die Arbeit unfreiwillig verloren haben (z. B. aufgrund von Saisonende oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Seiten des Arbeitgebers), können um das Arbeitslosengeld „NaspI“ ansuchen, wenn sie die Voraussetzungen (Arbeitslosenstatus und mindestens 13 Beitragswochen in den letzten vier Jahren) erfüllen. 

Anspruchsberechtigt sind alle lohnabhängigen Arbeiter, ausgenommen unbefristet gemeldete Arbeitnehmer in der öffentlichen Verwaltung sowie landwirtschaftliche Taglöhner und Fixarbeiter, die unfreiwillig den Arbeitsplatz verloren haben. Ab 23. März 2021 sind für das Arbeitslosengeld „NaspI“ nicht mehr 30 Arbeitstage innerhalb der zwölf Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses erforderlich, um die Unterstützungsmaßnahme beanspruchen zu können.  

Weitere aktuelle Informationen zu den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und zu allfälligen Änderungen gibt es laufend auf der Bauernbund-Internetseite unter www.sbb.it/patronat


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