Südtiroler Landwirt, Wirtschaft | 31.03.2021

Wertschöpfungsketten stärken

Die Plattform Land hat kürzlich eine Online-Tagung zum Thema „Regionale Wertschöpfungsketten“ veranstaltet. Dabei wurden Vorzeigebeispiele aus der Praxis in- und außerhalb Südtirols präsentiert: z. B. Schloss Gut Obbach, 2020 in Deutschland mit dem Ökolandbaupreis ausgezeichnet. von Renate Anna Rubner

Besonders in strukturschwachen Gebieten wie dem oberen Vinschgau sind regionale Wertschöpfungsketten lebensnotwendig.

Besonders in strukturschwachen Gebieten wie dem oberen Vinschgau sind regionale Wertschöpfungsketten lebensnotwendig.

Andreas Schatzer, Präsident der Plattform Land, eröffnete die Tagung zum Thema „Regionale Wertschöpfungsketten“, indem er auf das wachsende Ernährungsbewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten hinwies: „Die Kunden wollen heute wissen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie produziert werden. Die Corona-Krise verstärkt diesen Trend.“ Öffentliche Verwaltungen seien in ihrer Flexibilität aber eingeschränkt: Altersheime, Schulausspeisungen und Kindergärten können nicht einkaufen, wo und wie sie es möchten. Trotzdem: Es gibt Beispiele für gelingende Kooperationen und regionale Wertschöpfungsketten. Vier davon wurden bei der Online-Tagung vorgestellt: 

Kooperationen als Erfolgsfaktor

Petra Sandjohann und Peter Schreier bewirtschaften das Schloss Gut Obbach in Oberfranken nach Biorichtlinien: 260 Hektar Ackerfläche mit 13 Kulturen: Getreide, Leguminosen, Ölfrüchte, Kartoffeln und Obst. Im Laufe der letzten 22 Jahre haben sie sich ein Netzwerk von Handwerkern und Händlern aufgebaut, die ihre Rohprodukte weiterverarbeiten und an die Kunden bringen: So wird das Getreide von einem Müller in der Nähe gemahlen und vom Dorfbäcker zu Brot gebacken. Die Braugerste liefern sie an einen Mälzer, der wiederum einige Brauereien in der näheren Umgebung versorgt. 

Einen Teil der Produkte verarbeiten und verkaufen Sandjohann und Schreier mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch selber und direkt. Beide sind überzeugt, dass in den Kooperationen der Erfolg liegt. Und darin anzubauen, was gebraucht wird. So entsteht für alle Partner eine Win-win-Situation. „Gerade in dieser Zeit der Pandemie trägt man sich in so einer Partnerschaft, das stärkt ungemein“, sind die beiden Bauersleute überzeugt. 

Den ganzen Bericht lesen Sie ab Freitag in der Ausgabe 6 des „Südtiroler Landwirt“ vom 2April auf Seite 11 oder online auf „meinSBB“.