Sozialberatung | 22.03.2021

Corona kaum ein ­Arbeitsunfall

Bei einem positiven Covid-19-Test­ergebnis kann die Infektionskrankheit als Arbeitsunfall anerkannt werden, falls nachweisbar ist, dass die Ansteckung während der Arbeit geschehen ist.

Bei einem positiven Covid-19-Test­ergebnis kann die Infektionskrankheit als Arbeitsunfall anerkannt werden, falls nachweisbar ist, dass die Ansteckung während der Arbeit geschehen ist. In der Landwirtschaft kann dies auf jene Personen zutreffen, die Märkte abhalten oder Kundenkontakt haben. Da die Meldung jedoch einer Beweispflicht unterliegt, ist es schwierig, die Anerkennung der Covid-19-Infektion als Arbeitsunfall zu erhalten. In den meisten Fällen wird die Infektion in der Landwirtschaft als Krankheit angesehen. Den Selbständigen in der Landwirtschaft steht keine Vergütung zu, während die Lohnabhängigen ein Krankengeld für die Dauer der Arbeitsenthaltung erhalten. 

Eine Klärung gibt es auch zur Frage, ob INAIL-Leistungen auch ohne Impfung ausbezahlt werden. Da bis zum aktuellen Zeitpunkt keine Impfpflicht vom italienischen Staat eingeführt wurde, greifen die INAIL-Unfallleistungen unter anderem auch für Pflege- und Sanitätspersonal, das die Impfung verweigert und sich mit Covid-19 infiziert. Die Ansteckung muss am Arbeitsplatz erfolgt sein, damit die Infektion als Arbeitsunfall anerkannt wird.