Steuerberatung | 18.03.2021

Kompensierungssatz Holz erhöht

Der Kompensierungssatz für Holz wird rückwirkend ab 1. Jänner 2020 für die gesamte Steuerperiode von sechs Prozent auf 6,4 Prozent erhöht.

Die lang erwartete Verordnung zur Erhöhung des Kompensierungssatzes für Holz wurde vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen im Februar 2021 veröffentlicht. Die grundsätzliche Möglichkeit, dass der Kompensierungssatz für Holz alljährlich angehoben werden kann, hat der Gesetzgeber auf Initiative des Südtiroler Bauernbundes vorgesehen.

Die Erhöhung betrifft im Einzelnen folgende Positionen: 

  • Brennholz in Form von Rundlingen, Scheiten, Zweigen oder Reisigbündeln; Sägespäne und Holzabfälle (MwSt.-Satz 10 %);
  • Holz (kein Tropenholz), sofern zwei- oder vierseitig grob zugerichtet (MwSt.-Satz von 22 %).­

Betroffen sind nur diese aufgezählten Produkte und nicht Rohholz oder Hackschnitzel, für die weiterhin der Kompensierungssatz von zwei Prozent gilt. Für die Eigenrechnungen von befreiten Landwirtschaftsbetrieben mit Datum 2020 und mit dem Kompensierungssatz von sechs Prozent ist eine Berichtigung möglich. Landwirtschaftsbetriebe im Pauschalsystem können hingegen für 2020 bereits verbuchte Rechnungen, welche mit dem Kompensierungssatz von sechs Prozent abgerechnet worden sind, die Erhöhung des Kompensierungssatzes im Rahmen der MwSt.-Jahreserklärung gutschreiben lassen. Für das Steuerjahr 2021 muss eine neue Verordnung veröffentlicht werden.