Politik | 05.03.2021

Corona-Hilfen: 500 Millionen Euro für Unternehmen und Familien

Mit 500 Millionen Euro will die Landesregierung Unternehmen und Familien unter die Arme greifen. Die entsprechenden Maßnahmen haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Landesräte Philipp Achammer, Waltraud Deeg und Arnold Schuler vorgestellt. von LPA

Das Land hat ein großes Maßnahmenpaket für Familien und Unternehmen geschnürt.

Das Land hat ein großes Maßnahmenpaket für Familien und Unternehmen geschnürt.

Die Landesregierung hat ein neues, umfassendes Paket mit Corona-Hilfen von über 500 Millionen Euro geschnürt, um die negativen Folgen der seit über einem Jahr andauernden Corona-Krise abzufedern. Arbeitnehmer, Familien, Freiberufler und Unternehmen sollen damit in ihrer Existenz abgesichert werden. 

Wirtschaftliche und soziale Schäden abfedern
Ziel ist es, Familien zu unterstützen, damit sie ihre Ausgaben auch weiterhin bestreiten können, und darum, dass Unternehmen ihren Verpflichtungen nachkommen können. Deshalb hat die Landesregierung zusätzlich zu den staatlichen Hilfen und den bestehenden Maßnahmen des Landes ein Hilfspaket auf den Weg gebracht, das Maßnahmen für alle Bereiche beinhaltet, sagte der Landeshauptmann. Einige dieser Maßnahmen sind ab sofort wirksam, für andere muss noch die notwendige rechtliche Voraussetzung im Landtag und in der Landesregierung geschaffen werden.

Maßnahmen um 500 Millionen Euro für alle Bereiche
Das nun vorliegende Paket beinhaltet Corona-Hilfen für Einzelpersonen und Familien im Ausmaß von 55 Millionen Euro, welche die bestehenden Sozialmaßnahmen ergänzen. Für Unternehmen gibt es Verlustbeiträge um 100 Millionen Euro und Fixkostenzuschüsse von 280 Millionen Euro. Zudem wird ein Reservefonds für weitere und zukünftige Maßnahmen mit 65 Millionen Euro gespeist. Darlehen aus dem Rotationsfonds werden im Ausmaß von 100 Millionen Euro gestundet. Mit weiteren 150 Millionen Euro schlägt zudem die Aussetzung aller Gemeindesteuern und Abgaben zu Buche.

Sonderleistungen auch für den Mittelstand 
Zudem sei es durch die Erhöhung des Maximalbetrages der Soforthilfe von 900 auf insgesamt 1700 Euro pro Monat gelungen, Familien besser finanziell zu unterstützen. Mittel- und langfristig stehen Menschen in finanziellen Engpässen zudem die regulären Leistungen der Finanziellen Sozialhilfe zu, die über den Sozialsprengel beantragt werden können.

Existenzen sichern, Arbeitsplätze erhalten
Zielsetzung der wirtschaftlichen Maßnahmen sei, die Existenz von Südtiroler Betrieben zu sichern und damit Arbeitsplätze zu erhalten. Unterstützt werden vor allem jene Betriebe, die am schwersten von der Corona-Krise betroffen sind. In den Kriterien der Betriebsbeihilfen ist aber auch vorgesehen, dass Betriebe, die eine Fördersumme in Anspruch nehmen, sich verpflichten müssen, Arbeitsplätze aufrecht zu erhalten.

Umsatzrückgänge ausgleichen
Auch ist eine Bezuschussung der Fixkosten von Betrieben vorgesehen. Am meisten Antragsberechtigte wird es laut Schätzung im Bereich Tourismus geben.

Stundung von Gemeindesteuern und Gebühren
Weitere Maßnahmen zur Abfederung der Corona-Folgen sind ein KMU-Krisenfonds, der derzeit geschaffen wird, sowie das erneuerte Abkommen mit den lokalen Banken, das verschiedene zinsbegünstigte Kredite möglich macht, um Unternehmen Liquidität zu gewährleisten. Von den Gemeinden kommt erneut das Angebot, Zahlungen von Steuern und Gebühren – wie die Gemeindeimmobiliensteuer und Versorgungsgebühren – bis zum 30. Juni beziehungsweise dem 15. Dezember 2021 zu stunden. 

Alle Informationen zu den Corona-Hilfen, zu Terminen und Fristen gibt die Landeswebseite https://coronahilfen.provinz.bz.it/.