Südtiroler Landwirt, Politik | 04.03.2021

Umfassend nachhaltige Beratung

Nachhaltiger „landwirtschaften“: Dabei unterstützt der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau seine Mitglieder tatkräftig. Das wurde bei der 60. Generalversammlung, die am Dienstag vergangener Woche pandemiebedingt digital stattfand, klar. von Katharina Martini

Wasserläufe mit natürlicher Vegetation steigern die Biodiversität in der Kulturlandschaft.

Wasserläufe mit natürlicher Vegetation steigern die Biodiversität in der Kulturlandschaft.

Die Bereichsleiter der weltweit größten privatrechtlichen Beratungsorganisation für Obst- und Weinbau präsentierten bei der Versammlung Projekte, die darauf abzielen, die Landwirtschaft in Südtirol zukunftsfähiger zu gestalten, und bei denen der Südtiroler Beratungsring zum Teil federführend mitarbeitet.

Mitarbeit bei Weinbau-Strategie „Agenda 2030“

Hansjörg Hafner, Bereichsleiter Weinbau beim Südtiroler Beratungsring, arbeitete für den Südtiroler Beratungsring bei der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie der Südtiroler Weinwirtschaft mit dem Namen „Agenda 2030“ mit. Er berichtete: „Die Mitarbeit bei der Agenda 2030 ist für uns als Beratungsorganisation mit knapp 3000 Weinbaumitgliedern absolut essenziell. Wir wollen die Südtiroler Kultur-Wein-Landschaft unbedingt schützen und pflegen und für die nächsten Generationen von Weinbäuerinnen und ­-bauern erhalten.“ 

Jetzt begleitet Hafner die Umsetzung verschiedener Maßnahmen der Agenda. Als ein Beispiel für eine Maßnahme der Nachhaltigkeitsstrategie nannte Hafner die Entwicklung eines verbindlichen Pflanzenschutzprogramms für die Weinbauern. 

Ein bereits seit 2011 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kellereien ständig weiterentwickeltes freiwilliges Pflanzenschutzprogramm, das derzeit knapp 2000 Betriebe umsetzen, dient dabei als Vorlage. 

Der verbindlich geregelte Pflanzenschutz sei nicht nur aus Gründen der Nachhaltigkeit ein Muss, sondern auch mit Blick auf das Image des Südtiroler Weinbaus auf den globalen Märkten unbedingt anzustreben, betonte Hafner.

Der Bereichsleiter Weinbau arbeitete nicht nur bei der Agenda 2030 mit, sondern auch beim Projekt „Smart Land Südtirol“. Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Energieversorgungsunternehmen Alperia, dem Versuchszentrum Laimburg und dem Südtiroler Beratungsring. Im Rahmen von „Smart Land Südtirol“ wurden Bodenfeuchte­sensoren, Übertragungsmodule und eine ­App entwickelt.

Geeignetes Werkzeug für eine effiziente Wassernutzung

Wasser sei ein kostbares Gut, erinnerte Hafner. Ohne Wasser sei die Produktion von Lebensmitteln nicht möglich. Daher sei es wichtig, dieses bedarfsgerecht und somit nachhaltig einzusetzen. „Der Südtiroler Beratungsring hat es als eine sehr wichtige Aufgabe erachtet, beim Projekt „Smart Land Südtirol“ mitzuwirken. Jetzt können wir den Obst- und bald auch den Weinbauern ein geeignetes Werkzeug zur effizienten Wassernutzung in die Hand geben“, erklärte Hafner.


Den ganzen Bericht lesen Sie ab Freitag in der Ausgabe 4 des „Südtiroler Landwirt“ vom 5. März auf Seite 15 oder online auf „meinSBB“.