Südtiroler Landwirt, Produktion | 04.03.2021

Startschuss für Ernteversicherung 2021

Die Versicherung der Ernte 2021 ist seit gestern mit den gewohnten Modellen möglich. Dabei handelt es sich nicht allein um einen Schutz gegen Hagelschäden, sondern um einen umfassenden passiven Schutz gegen einen Ernteausfall in allen Sektoren. von Manfred Pechlaner

Nicht nur Hagelschäden im Obstbau, sondern eine Absicherung gegen jeglichen Ernteausfall in allen Sektoren hat die Kampagne im Blick. Foto: Matthias Matscher

Nicht nur Hagelschäden im Obstbau, sondern eine Absicherung gegen jeglichen Ernteausfall in allen Sektoren hat die Kampagne im Blick. Foto: Matthias Matscher

Versichert werden kann seit gestern, 4. März. Die Polizzen müssen bis zum 31. Mai abgeschlossen werden. Nach wesentlichen Anpassungen der Versicherungsbe­dingungen im letzten Jahr setzt der Versi­cherungsmarkt 2021 auf Kontinuität, und es wird aller Voraussicht keine wesentlichen Änderungen in den Versicherungsbedingungen geben. Landwirte, die ihre Ernte gegen Frost versichern möchten, können dies auch weiterhin mit der globalen Mehrgefahrenversicherung „ex MULTI“ tun. 

In diesem Fall empfiehlt es sich, die Polizze gleich zu Beginn der Versicherungskampagne abzuschließen, da viele Versicherungsgesellschaften ihre Kapazitäten für Frostdeckungen auf ein gewisses Versicherungsvolumen beschränken und das Risiko Frost erst nach zwölf Tagen ab Versicherungsabschluss in Deckung geht. 

Betriebe, die sich vorwiegend nur gegen Hagel und Starkregen versichern möchten, haben die Möglichkeit, dies mit der günstigeren Variante – der sogenannten Ex-PLURI – zu tun. Auch in diesem Jahr stehen die Versicherungsmodelle B/M 70 und B/M 80 zur Auswahl. 

Das letztgenannte Modell – also B/M 80 – beinhaltet dabei die Zusatzdeckung aus dem Solidaritätsfonds des Hagelschutzkonsortiums. Dieser deckt die Schäden unter der gesetzlichen Schadensschwelle von 20 Prozent ab. 

Eine Deckung aus dem Solidaritätsfonds empfiehlt sich dann, wenn die Anlagen innerhalb der Produktionsgemeinde verstreut sind und aufgrund des Sortenspektrums unterschiedliche Erntezeitpunkte vorliegen. Im vergangenen Jahr, als die Hagelschläge großteils während der Ernte auftraten, wäre für viele Landwirte die Deckung über den Solidaritätsfonds von Vorteil gewesen. In vielen Fällen war nämlich ein Teil der Ernte bereits eingefahren, und der Schaden rein auf der restlichen Produktion reichte nicht aus, um die Gesamtschadensschelle zu überschreiten.    

Den ganzen Bericht mit Berechnungsbeispielen und einem Rückblick auf das Versicherungsjahr 2020 lesen Sie ab Freitag in der Ausgabe 4 des „Südtiroler Landwirt“ vom 5. März auf Seite 28 oder online auf „meinSBB“.