Marketing, Südtiroler Landwirt | 04.02.2021

Ein Aufenthaltsraum als Herzstück

Wenn Ideen lange reifen, kommt am Ende etwas Besonderes heraus: Martin und Elisabeth Kaser haben ihren UaB-Betrieb so stetig weiterentwickelt. Und nun mit einem Aufenthaltsraum plus Hofladen gekrönt. Er ist das neue Zentrum am Großplonerhof in Lüsen. von Renate Anna Rubner

Ein Zuhause für Familie Kaser und ein Sehnsuchtsort für Gastfamilien ist der Großplonerhof in Lüsen.

Ein Zuhause für Familie Kaser und ein Sehnsuchtsort für Gastfamilien ist der Großplonerhof in Lüsen.

Der Großplonerhof ist ein stattlicher Hof. Er liegt sonnenverwöhnt am Südhang in Lüsen auf etwa 1000 Meter Meereshöhe und ist Familie Kaser ein großzügiges Zuhause: Martin und Elisabeth leben mit ihren vier Kindern Fabian, Magdalena, Florian und Marie im Hauptgebäude. Fabian ist inzwischen 18, hat die Fachschule Salern abgeschlossen und bringt sich mit neuen Ideen und voller Begeisterung ein, was den Vater entlastet

Auch Martins Eltern, Ida und Franz, wohnen gemeinsam mit einem Onkel von Martin im Nebenhaus und unterstützen die junge Familie, wo es geht: Oma Ida kocht für alle, wenn Elisabeth mal keine Zeit hat, weil die Heuernte oder der Gästewechsel die ganze Familie auf Trab hält. Opa Franz kümmert sich um die Hühner und hilft im Stall mit.

Elisabeth hat auf dem Hof das Glück gefunden

Franz Kaser hat den Großplonerhof im Jahr 1973 gekauft. Insgesamt sind heute etwa 23 Hektar Wiesen, gut zwei Hektar Acker und 50 Hektar Wald zu bewirtschaften. Im Stall stehen 56 Milchkühe und etwa zehn Stück Jungvieh. Weitere 15 Jungrinder sind den Winter über bei einem anderen Bauern untergebracht, werden von ihm versorgt. Martin ist stolz auf seine Holsteinkühe, von denen die meisten aus eigener Nachzucht stammen. Auch darauf, dass seine Wiesen, die alle sonnseitig liegen und deshalb trocken sind, im Laufe der Jahre mit einer automatisierten Beregnung ausgestattet worden sind. Das garantiert ihm vier Schnitte pro Jahr, bestes Grundfutter für seine Kühe. Die Milch liefert er dem Milchhof Brixen – Brimi. 

Elisabeth kommt ursprünglich von einer Pension mit angeschlossener Landwirtschaft in Spinges. Sie hat die Hotelfachschule besucht und in der Gastronomie gearbeitet, mit Landwirtschaft hatte sie nichts am Hut. Im Gegenteil: „Meine beste Freundin und ich haben uns immer ein bisschen lustig gemacht über die Bauern. Uns war beiden klar, einen Bauern wollten wir nie heiraten. Letztendlich haben wir aber beide genau das gemacht. Und auf dem Hof unser Glück gefunden“, erzählt Elisabeth mit einem Schmunzeln. Seit 2001 sind Martin und Elisabeth nun verheiratet. Vorher haben sie sich noch das Wohnhaus für ihre Bedürfnisse und im Obergeschoss eine Wohnung hergerichtet, die Eltern sind damals schon ins Nebenhaus umgezogen.

Start war etwas holprig

Elisabeth hat durch ihre Ausbildung und Erfahrung schließlich die Gäste auf den Hof gebracht: Eine Wohnung am Hof war so gut wie bezugsfertig. Elisabeth absolvierte den Grundkurs für Urlaub auf dem Bauernhof, 2004 begann sie mit der ersten Wohnung und drei Blumen. „Der Start war etwas holprig, anfangs holte ich im Tourismusverein die Anfragen und schrieb viele Angebote per Brief. Das war umständlich", erinnert sie sich. „Da gab es schon mal Gäste, die vorzeitig abgereist sind. Und wir blieben mit der Frage zurück, was wir wohl falsch gemacht hätten.“ Aber bald schon ging es bergauf, die Wohnung wurde gut gebucht, die Gäste waren zufrieden. Wie sollte es auch anders sein? Bald schon war die Auslastung im Sommer sehr gut, die Familien schätzten nicht nur die privilegierte Lage des Großplonerhofes, die geräumige Wohnung und das Rundum-­Bauernhoferlebnis, die Gastlichkeit der ganzen Bauernfamilie tat ihr Übriges dazu, um die Gäste zu begeistern.

Den ganzen Bericht lesen Sie ab Freitag in der neuen Ausgabe des „Südtiroler Landwirt“ oder online auf "mein SBB".