Steuerberatung | 23.12.2020

Verlustbeitrag auch für UaB-Betriebe

Erfreuliche Nachrichten für UaB-Betriebe: Der staatliche Verlustbeitrag steht ihnen zu, auch falls es sich nicht um die Haupttätigkeit handelt. Normalerweise ist kein Ansuchen mehr notwendig.

Voraussetzung ist ein Umsatzrückgang von 33 Prozent.

Voraussetzung ist ein Umsatzrückgang von 33 Prozent.

Der „Südtiroler Landwirt“ hat bereits über die Neuauflage der Verlustbeiträge für das Gastgewerbe und die Unterhaltungsbranche berichtet, welche prinzipiell auch die Tätigkeit Urlaub auf dem Bauernhof betrifft (Ausgabe Nr. 21 vom 27.11.). Allerdings war im Gesetz festgehalten, dass die ausgeübte Tätigkeit die Haupttätigkeit sein muss, und dies kann bei Urlaub auf dem Bauernhof nicht zutreffen, da dies immer die Nebentätigkeit zur Landwirtschaft sein muss. Nun wurde geklärt, dass diese Voraussetzung nicht für Urlaub auf dem Bauernhof gilt. Demnach fallen die Betriebe für UaB in den Anwendungsbereich der Neuauflage des Verlustbeitrages.

Die betroffenen Tätigkeiten müssen eine zum 25. Oktober 2020 aktive MwSt.-Position aufweisen. Außerdem müssen die Betriebe einen Umsatzrückgang von 33 Prozent im Monat April 2020 gegenüber dem gleichen Monat 2019 vorweisen. Kein Umsatzrückgang ist nachzuweisen, wenn die Tätigkeit ab dem 1. Jänner 2019 begonnen wurde.

Für alle UaB-Betriebe, die bereits den vorherigen staatlichen Verlustbeitrag erhalten haben, erfolgt die Auszahlung der neuen Beihilfe automatisch über die Agentur der Einnahmen. Es muss kein weiteres Ansuchen gestellt werden, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind. Die Auszahlungen auf das Bankkonto der betroffenen Betriebsinhaber sind zum Großteil bereits erfolgt.

Betriebsinhaber, die für den vorherigen staatlichen Verlustbeitrag hingegen keinen Antrag gestellt haben oder einen Antrag gestellt haben, aber den Verlustbeitrag nicht auf ihrem Bankkonto überwiesen bekommen haben, oder ihre Tätigkeit zwischen 1. Mai und 25. Oktober 2020 angemeldet haben, können ein entsprechendes Ansuchen in telematischer Form noch innerhalb Freitag, 15. Jänner 2021, stellen. Dies sollte allerdings nur wenige UaB-Betriebe betreffen.