Produktion | 10.12.2020

Kovieh-Höhepunkt trotzt Corona

Die Weihnachtskalbinnen-Versteigerung des Kovieh fand am 1. Dezember unter Corona-Bedingungen statt: Aufgrund der Corona-Pandemie gab es kein Rahmenprogramm, lediglich autorisierte Personen erhielten Zugang zur Versteigerungshalle, und Zuschauer wurden ferngehalten.

Bei der diesjährigen Weihnachtskalbinnenversteigerung war die Tribüne schwach besetzt.

Bei der diesjährigen Weihnachtskalbinnenversteigerung war die Tribüne schwach besetzt.

Über 480 Rinder, Schafe und Ziegen wurden heuer auf die Versteigerung aufgetrieben. Das Hauptaugenmerk lag nach wie vor bei den Weihnachtskalbinnen. Zudem wurden neben den üblichen Schlachttieren zahlreiche weitere Qualitätstiere versteigert, darunter Ochsen, Stiere, Milchkälber und Biotiere.  

Kovieh-Obmann Lorenz Gasser begrüßte alle anwesenden Händler, Metzger und Kaufinteressierten und erläuterte, dass trotz Corona die Kovieh-Versteigerungen im zu Ende gehenden Jahr gut abgewickelt werden konnten, jedoch ohne Publikum und nur mit zugelassenen Kunden. Da die Nachfrage nach heimischen Produkten in Corona-Zeiten stark zunahm, waren die Preise im Großen und Ganzen sehr zufriedenstellend.  

Angebot groß und hochwertig

Das Angebot an verkäuflichen Tieren war groß, von den insgesamt 350 Rindern waren 44 Qualitätstiere. In diese Kategorie fielen heuer 18 Kalbinnen sowie rund 26 Stiere, Ochsen, Jungrinder und Milchkälber, welche den genauen Kriterien entsprachen. Bei der Ankunft wurde jedes Rind diesbezüglich beurteilt, dabei spielten das Alter, die gute Ausmästung und der gepflegte Allgemeinzustand der Tiere eine große Rolle. 

Die Weihnachtskalbinnen erzielten einen durchschnittlichen Preis von 2,27 Euro je Kilogramm Lebendgewicht (die genauen Preise finden Sie in der Printausgabe des „Südtiroler Landwirt“). Die teuerste und zugleich schwerste Kalbin mit 788 Kilo stammte aus dem Stall des Stifterbauern in Weißenbach im Ahrntal und wechselte den Besitzer um einen stolzen Preis von 1906 Euro. Sehr erfreulich ist, dass diese und zahlreiche weitere Kalbinnen von Südtiroler Metzgereien ersteigert wurden, darunter Bocaria Craffonara aus Enneberg, Metzgerei Laner aus Bruneck, Metzgerei Mathà aus Kaltern, Metzgerei und Feinkost Mair aus Terlan, Metzgerei Frick aus Sterzing, Metzgerei Wolcan aus Blumau, Plattner Alexander vom Ritten. Die besten Käufer des Tages wurden prämiert, darunter die Firma Inalca S. p. A. aus Castelvetro (MO), die 107 Rinder ersteigerte. Die meisten Qualitätskalbinnen kaufte die Firma Landmann des Philipp Lobis vom Ritten. Von den Gastronomiebetrieben war lediglich das Restaurant Vives aus Bozen als Käufer in der Kategorie „Weihnachtskalbinnen“ vertreten.

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Die Stückzahl und Qualität der Kalbinnen waren heuer sehr gut, und somit konnte sich die Weihnachtskalbinnenversteigerung einmal mehr als Spezialversteigerung profilieren. Da das Kovieh beabsichtigt, die Weihnachtskalbinnenversteigerung weithin als Eliteversteigerung auszubauen, wurde diese heuer zum letzten Mal gemeinsam mit der Schlacht- und Mastviehversteigerung abgehalten. Im kommenden Jahr werden zu dieser Spezialversteigerung nur mehr Jungtiere zugelassen.