Sozialberatung | 20.10.2020

Wenn die Haut erkrankt

Auch eine Erkrankung der Haut kann auf eine Berufskrankheit zurückzuführen sein. Allzu häufig werden sie ­jedoch nicht beachtet und auch nicht als Krankheit erkannt.

Hautkrankheiten können auch als Berufskrankheit eingestuft werden. Foto: Hans Braxmeier, Pixabay

Hautkrankheiten können auch als Berufskrankheit eingestuft werden. Foto: Hans Braxmeier, Pixabay

Viele Hauterkrankungen werden stillschweigend hingenommen, und die Ursache wird nicht abgeklärt. Gerade hier gilt es jedoch, das Arbeitsleben der betroffenen Person genau zu rekonstruieren und zu betrachten. 

Wer die Symptome richtig zu deuten mag, sieht dahinter gegebenenfalls eine nicht gemeldete Berufskrankheit. Die untenstehende Tabelle bietet einen Überblick über die möglichen Hautberufskrankheiten in der Landwirtschaft.

Eigenes Formblatt für die Anerkennung nötig

Für das Ansuchen um Berufskrankheit wird das Formblatt „5 SS-bis“ benötigt, das der Hausarzt bzw. die Hausärztin auf Anfrage ausfüllt. Das Bauernbund-Patronat ENAPA ist beim Ansuchen behilflich. Im Gesuch werden die genauen Arbeitstätigkeiten, deren Dauer sowie der eventuelle Einsatz diverser Maschinen genau beschrieben. 

Wenn ein Selbstständiger in der Landwirtschaft oder ein bauernversichertes Familienmitglied eine Berufskrankheit meldet, drohen dem Betrieb keine Strafen oder Erhöhung der INAIL-Prämie. Die neu gestaltete Broschüre „Arbeitsunfall und Berufskrankheit“ des Patronats ENAPA bietet einen schnellen Überblick und ist auf www.sbb.it/patronat/unfall-und-krankheit abrufbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für die kostenlose Beratung zur Verfügung.

Dies ist der letzte Teil der Reihe „Berufskrankheit in der Landwirtschaft“. Berufskrankheiten gibt es unzählige – viele davon sind nicht anerkannt, da der nötige Nachweis sowie Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit nicht erbracht wurden.

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