Innovation | 01.10.2020

Schwung für die Produktinnovation

Zur Unterstützung von Direktvermarkterinnen und Direktvermarktern soll künftig die Veredlung von Gemüse, Obst, Kräutern oder Milch gefördert werden. Das entsprechende Projekt heißt INNOProdukte.

Auf die Suche nach Produktinnovation machen sich Interessierte mit INNOProdukte. Foto: shutterstock

Auf die Suche nach Produktinnovation machen sich Interessierte mit INNOProdukte. Foto: shutterstock

Oberstes Ziel des gerade gestarteten Projekts INNOProdukte ist die Stärkung der bäuerlichen Direktvermarktung. Neben der Erfassung von Angebot und Nachfrage an bäuerlichen Veredelungsprodukten liegt der Fokus vor allem auf der Entwicklung von neuen Produkten wie Gemüsechips oder alkoholfreien Fermentationsgetränken. Außerdem entsteht im Projekt ein anschauliches Handbuch mit Informationen, Infografiken und Bildern als Nachschlagewerk für verschiedene Herstellungsprozesse.

Durch die Projektfinanzierung besteht die Möglichkeit, interessierte Betriebe durch Fachleute zu unterstützen. Neue Produktideen können mit wissenschaftlicher Begleitung getestet werden. Beratung und Problemlösung bei der Entwicklung innovativer Produkte aus Gemüse, Obst, Kräutern und Milch werden außerdem über die nächsten zwei Jahre in Form von individueller Hofbegleitung gemeinsamen Workshops, Laborarbeiten usw. angeboten. Für das Projekt ist es besonders wichtig, dass interessierte Betriebe aktiv miteingebunden sind. Das können Betriebe sein, die ihre Rohstoffe bereits verarbeiten, oder planen, in die Verarbeitung einzusteigen. In Kürze wird daher ein Fragebogen an Interessierte verschickt, um den Bedarf an bestimmten Veredelungsprozessen zu ermitteln.

Der direkte Draht zum Projekt

Wer Interesse am Thema hat und regelmäßig über Neuigkeiten informiert werden möchte, kann sich bei der Bauernbund-Abteilung Innovation & Energie telefonisch unter 0471 999363 oder per E-Mail unter innovation-energie@sbb.it melden. Außerdem sind die Projektinformationen unter http://bit.ly/sbb-produkte abrufbar.

Unter folgendem Link kann man sich auch direkt schon in die Kontaktliste eintragen lassen: hier. 

 

Hintergrund der Partnerschaft

Im Rahmen der Direktvermarkter--Offensive möchte der Südtiroler Bauernbund die Zahl der Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter in den nächsten zehn Jahren deutlich steigern. Auch das ELER-geförderte Projekt INNOProdukte ist durch die Forschungs- und Innovationsarbeit Teil dieser Offensive.

Innerhalb des Südtiroler Bauernbundes arbeiten die drei Abteilungen Weiterbildungsgenossenschaft, Marketing sowie Innovation & Energie im Projekt INNOProdukte eng zusammen. 

Weitere Projektpartner sind die Freie Universität Bozen, das Versuchszentrum Laimburg, der Beratungsring für Berglandwirtschaft BRING sowie der Berater und Landwirt Hanspeter Alber. Als landwirtschaftliche Betriebe sind der Afingsbruckhof im Sarntal, David’s Goashof in Lajen und der Stanglerhof in Völs mit an Bord des Projekts INNOProdukte.