Bauernbund | 24.09.2020

Bauernbund gewinnt Südtiroler Mobilitätspreis 2020

Wenn schon mobil, dann nachhaltig: Das Projekt „Gemeinsam nachhaltig mobil“ des Südtiroler Bauernbundes hat den Südtiroler Mobilitätspreis 2020 gewonnen.

Für sein Engagement für eine nachhaltige Mobilität hat der Südtiroler Bauernbund den Mobilitätspreis gewonnen (Foto: Elisa Zambiasi/STA).

Für sein Engagement für eine nachhaltige Mobilität hat der Südtiroler Bauernbund den Mobilitätspreis gewonnen (Foto: Elisa Zambiasi/STA).

Insgesamt haben bis Ende Juli 22 Teilnehmer ihre Projekte eingereicht. Dabei konnte der Südtiroler Bauernbund die Jury mit dem Projekt „Gemeinsam nachhaltig mobil“ überzeugen. Dieses sieht die Möglichkeit individueller Vereinbarungen im Verband in Sachen Smart Working vor und wurde bereits vor dem Corona-Ausbruch eingeführt. Außerdem werden jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit den Südtirolmobil-Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, mit einem jährlichen Zuschuss von max. 60 Euro belohnt. Nicht zuletzt stellt der Südtiroler Bauernbund den Mitarbeitern Diensträder, Car-Sharing-Karten sowie ein E-Auto für Dienstfahrten zur Verfügung. Den Preis in der Höhe von Euro 6.000 nahmen SBB-Obmann Leo Tiefenthaler und Direktor Siegfried Rinner aus den Händen von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider entgegen.

Sonderpreis für FIX und Valentinhof
Den zweiten Platz sicherte sich die Gemeinde Algund und zwar mit einem umfassenden 360°-Projekt, das darauf abzielt, die Fahrradmobilität vor Ort zu stärken. Dieses Projekt wurde mit 2.000 Euro belohnt. Der dritte Platz (1.000 Euro) geht hingegen an das Brixner Unternehmen Microtec, welches unter anderem seinen Mitarbeitern E-Bikes für den Weg zur Arbeit zur Verfügung stellt.
Vergeben wurde auch der Sonderpreis der Jury, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Diesen Preis sicherten sich FIX Fahrradkurrier gemeinsam mit dem Valentinhof mit ihrem Projekt „Valentinhof - Radtaxi“. Der Fahrradkurier liefert dreimal wöchentlich die Produkte des landwirtschaftlichen Bio-Betriebes Valentinhof per E-Lastenrad direkt an die Kunden im Großraum Meran. Mit dem Lastenrad können dabei bis zu acht Gemüsekisten transportiert werden.
„Bei der heurigen Ausgabe des Mobilitätspreises haben deutlich mehr private Unternehmen teilgenommen, als in den vergangenen Jahren“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Das mache deutlich, dass die nachhaltige Mobilität ein Anliegen ist, das von einer immer breiteren Bevölkerungsschicht wahrgenommen wird. „Wenn wir alle kleine Schritte machen, tragen wir schlussendlich zu einer großen Veränderung bei“, so Alfreider.

Preis soll Anreize für nachhaltige Mobilität schaffen
Der Südtiroler Mobilitätspreis wurde auf Vorschlag des Südtiroler Landtages eingeführt und wird heuer bereits zum vierten Mal von der Landesregierung vergeben. Mit diesem Preis will man zur Entwicklung innovativer Ideen und Strategien für eine nachhaltige Mobilität anregen. Nicht zuletzt ist der Preis eine öffentliche Anerkennung für all jene, die sich in diesem Bereich einsetzen.
Koordiniert wurde die Aktion vom Bereich Green Mobility in der STA - Südtiroler Transportstrukturen AG.
Quelle: STA





Stellungnahme

Zum Kommentar von Rai-Südtirol-Chefredakteurin Heidy Kessler

Einen Tag nach der Verleihung des Mobilitätspreises hat Heidy Kessler, Chefredakteurin von Rai Südtirol, die Verleihung an den Südtiroler Bauernbund in einem Radiokommentar scharf kritisiert (nachzuhören unter https://bit.ly/heidykessler). Die Maßnahmen erschöpfen sich nicht, wie polemisch im Kommentar von Kessler angemerkt, auf den Verleih von Fahrrädern an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (siehe Artikel oben). Rai-Südtirol-Chefredakteurin Heidy Kessler zieht den Preis ins Lächerliche und beleidigt damit alle, die sich für diese gute Sache einsetzen. 

Mit diesem Kommentar wurde die Grenze des Anstands überschritten. Was hat die Rai Südtirol als Arbeitgeber im Bereich der nachhaltigen Mobilität für ihre Mitarbeiter vorzuweisen? Auch die Rai Südtirol trägt als Unternehmen zum Verkehr bei. Sie könnte sich nächstes Jahr ebenfalls für den Mobilitätspreis bewerben und ihre Aktivitäten in den Bereichen Verkehrsvermeidung, -verlagerung und -verbesserung einreichen. Wurde darüber am Mazziniplatz schon einmal nachgedacht? Würde Kessler das tun, dann wüsste sie, dass man schon etwas leisten muss, um diesen Preis zu gewinnen, genauso wie man in der Landwirtschaft etwas leisten muss, um die Betriebe zu erhalten. 

Müssen sich wirklich alle, die an diesem Mobilitätspreis gearbeitet haben und sich um diesen Preis bemüht haben, von der Chefredakteurin eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks ins Lächerliche ziehen lassen? Was hat dieser Mobilitätspreis mit dem Südtiroler Obstbau zu tun? Was hat dieser Preis mit der Anzeige der Südtiroler Obstbauern wegen Verleumdung zu tun? Muss der Bauernbund ab jetzt bei jeder Bewerbung fürchten, vom Bannstrahl der Rai-Südtirol-Chefredakteurin getroffen zu werden? Bleibt zu ergänzen, dass sich die Südtiroler Landwirtschaft im Obstbau, im Weinbau und in der Viehwirtschaft für Nachhaltigkeit einsetzt und entsprechende Strategien ausgearbeitet hat, die umfassend auf Wirtschaft, Soziales und Umwelt eingehen. Das alles zählt für Frau Kessler nicht.

Der Landesbauernrat