Steuerberatung | 16.09.2020

Bonus auf angelastete Bankkommissionen

Seit dem 1. Juli steht allen Unternehmern und Freiberuflern ein Steuerbonus in Höhe von 30 Prozent auf die angelasteten Bankkommissionen zu, welche bei elektronisch durchgeführten Zahlungen anfallen.

Der Steuerbonus für die Kommissionen kann mit anderen Steuern verrechnet werden. Foto: Pixabay, Michal Jarmoluk

Der Steuerbonus für die Kommissionen kann mit anderen Steuern verrechnet werden. Foto: Pixabay, Michal Jarmoluk

Begünstigt sind die Kommissionen bei Zahlungen von Endverbrauchern mittels Kredit-, Debit-, Prepaidkarten usw. Voraussetzung, um in den Genuss dieses Steuerbonus zu gelangen, ist einzig und alleine, dass die Erlöse und Vergütungen der begünstigten Unternehmen und Freiberufler im Vorjahr nicht mehr als 400.000 Euro betrugen. Die Summe der angelasteten Bankkommissionen wird von den Banken oder Zahlungsdienstleistern (Pos-Anbieter usw.) berechnet und in einer monatlichen Aufstellung ihren Kunden zur Verfügung gestellt. 

Aufstellung nur in digitaler Form

Die Aufstellung wird entweder mittels zertifizierter elektronischer Post (PEC) zugesendet, oder sie wird digital bereitgestellt. Entschließt sich die Bank oder der Zahlungsdienstleister, die Aufstellung digital bereitzustellen, so kann dies beispielsweise im Online-Banking sein. Eine Zustellung in Papierform ist nicht vorgesehen. Die Aufstellung bildet die Grundlage, um den Steuerbonus berechnen zu können, welcher dann mittels Modell F24 mit anderen Steuern und Gebühren verrechnet wird. Die Verrechnung über Modell F24 ist die einzige Möglichkeit, um in den Genuss des Steuerbonus zu gelangen, ist aber bereits im Folgemonat nach Anlastung der Kommissionen auf dem Bankkonto möglich. 

Damit die Berechnung des Steuerbonus und die anschließende Kompensierung möglich sind, müssen die betroffenen Mitglieder der Abteilung im Südtiroler Bauernbund, Abteilung Steuerberatung, die entsprechende Monatsaufstellung zukommen lassen.