Bauernbund | 25.05.2020

Almbewirtschaftung: Grenzübergang ist möglich

Die Frage, ob eine Fahrt zu Almen in Österreich möglich ist, hat in den letzten Tagen heimische Viehhalter beschäftigt. Auf Nachfrage des Südtiroler Bauernbundes ist nun klar: Inhaber und Mitarbeiter von landwirtschaftlichen Betrieben, die in Österreich Almen bewirtschaften, dürfen relativ problemlos über die Grenze fahren. Allerdings gibt es eine Einschränkung.

Zur Bewirtschaftung einer Alm ist eine Fahrt nach Österreich möglich.

Zur Bewirtschaftung einer Alm ist eine Fahrt nach Österreich möglich.

Besonders im Pustertal, aber nicht nur dort, bringen Viehbauern ihre Tiere auf Almen in Österreich bzw. bewirtschaften diese. Doch ist das heuer überhaupt möglich? Laut Auskunft der Südtiroler und der Tiroler Landesverwaltung lautet die Antwort: ja.
Bäuerinnen und Bauern aus Südtirol dürfen aufgrund nachgewiesener Arbeitserfordernisse (z. B. die Bewirtschaftung einer Alm) nach Österreich fahren. Allerdings darf die Dauer des Aufenthaltes in Österreich - 72 Stunden bzw. eine Verlängerung um weitere 48 Stunden für spezifische Anforderungen - nicht überschritten werden. Dafür braucht es keinen negativen Corona-Test. Quarantäne ist keine vorgesehen.

Auch bei der Rückkehr müssen die Bäuerin bzw. der Bauer nicht die Präventionsabteilung des für das Gebiet zuständigen Gesundheitsbetriebes benachrichtigen. Darüber hinaus unterliegen sie nicht  der vierzehntätigen Gesundheitsüberwachung und der eigenverantwortlichen Isolierung.
Fazit: Eine Grenzüberschreitung für die Dauer von 72 Stunden und eine Verlängerung um weitere 48 Stunden ist einigermaßen problemlos möglich.