Sozialberatung | 15.05.2020

Arbeitslosengeld beantragen

Bis zum 1. Juni können lohnabhängige Arbeiter in der Landwirtschaft noch um das Arbeitslosengeld ansuchen.

Das Arbeitslosengeld entspricht einem Betrag von 40 Prozent der vertraglichen Entlohnung. Foto: Pixabay

Das Arbeitslosengeld entspricht einem Betrag von 40 Prozent der vertraglichen Entlohnung. Foto: Pixabay

Das Recht auf die Arbeitslosenunterstützung haben alle lohnabhängigen landwirtschaftlichen Arbeiter, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. 

Sie können einen Antrag stellen, wenn sie im Jahr 2019 in den Namensverzeichnissen der abhängigen landwirtschaftlichen Arbeiter für weniger als 270 Tage eingetragen waren, mindestens zwei Versicherungsjahre nachweisen können. 

Zudem müssen sie in den Jahren 2018 und 2019 eine vorwiegende Beitragszeit als landwirtschaftlicher Arbeiter geltend machen können und mindestens 102 Tagesbeiträge versichert gewesen sein. 

Höhe des Arbeitslosengeldes

Das Arbeitslosengeld entspricht einem Betrag von 40 Prozent der vertraglichen Entlohnung und wird für die Anzahl der gemeldeten Tagschichten gewährt, wobei die Summe der gemeldeten Tagschichten und Tage an Arbeitslosengeld nicht die Höchstanzahl von 365 Tagen überschreiten darf.

Ermittlung des Zeitraums

Die zu entschädigende Arbeitslosenzeit wird ermittelt, indem von der Zahl 365 die geleisteten Tagschichten in der Landwirtschaft, eventuelle übrige Arbeitstage außerhalb der Landwirtschaft, die Zeiten, wo jemand selbstständig tätig war, die entschädigten Kranken- und Unfallzeiten sowie Mutterschaftszeiten abgezogen werden. 

Die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung müssen beim NISF/INPS innerhalb 1. Juni eingereicht werden. 

Vor dem Stellen des Antrags Checkliste ausfüllen

Bevor sie das Ansuchen stellen, sollten Antragsteller unbedingt die Checkliste ausfüllen, die sie im Internet unter www.sbb.it/patronat/arbeitslosengeld finden. Die notwendigen Unterlagen sind im Infokasten zusammengefasst.

Als landwirtschaftlicher Arbeiter sind auch die Arbeiter landwirtschaftlicher Genossenschaften, Obstgenossenschaften, Kellereien, Sennereien, Saatbaugenossenschaften, Gärtnereien usw. versichert. 

Die Betroffenen können sich auf elektronischem Weg an die Mitarbeiter des Patronates ENAPA in den Bauernbund-Bezirksbüros wenden, um das Gesuch zu stellen. Informieren kann man sich auch im Internet unter www.sbb.it/patronat. 


Notwendige Unterlagen

- Kopie der aktuell gültigen Identitätskarte
- Nachweis der geleisteten Tagschichten 2019 (Trimestermeldung o. Ä.)
- Nachweis sonstiger Arbeitstätigkeiten im Jahr 2019, besonders von selbstständigen Tätigkeiten 
- Steuernummer, auch aller zulasten lebenden Familienmitglieder
- Kopie aller Seiten des Reisepasses, sofern vorhanden
- Für Nicht-EU-Bürger: Kopie Aufenthaltsgenehmigung
- Für EU-Bürger: Mod. U1 (Nachweis über Arbeitstätigkeit bzw. bezogenes Arbeitslosengeld im Ausland)
- Sofern auch um Familiengeld angesucht wird: Eigenerklärung zum Familienbogen sowie Einkommensnachweise 2017 und 2018 (Mod. PF/Unico 2019 und 2018, Mod. 730/2019 und 2018, Mod. CU 2019 und 2018)
- Für EU-Bürger: Mod. E401 und E411 (Nachweis der Familienzusammensetzung und Betrag des bezogenen Familiengeldes)