Bauernbund | 08.05.2020

Südtiroler Bauernbund begrüßt den Neustart

Der Südtiroler Bauernbund bewertet das neue Landesgesetz positiv, das einen Neustart der Betriebe und mehr Bewegungsfreiheit ermöglicht. Vor allem die Weinwirtschaft und der Zu- und Nebenerwerb werden von den gelockerten Bestimmungen profitieren. Gleichzeitig ruft der SBB dazu auf, die Hygienemaßnahmen genauestens zu befolgen.

Der Landtag hat weitere Lockerungen beschlossen.

Der Landtag hat weitere Lockerungen beschlossen.

Südtirol sperrt wieder auf. Dank des neuen Landesgesetzes können alle Produktionsbetriebe wieder arbeiten und die Geschäfte wieder öffnen. Am Montag werden weitere Tätigkeiten erlaubt, zudem können Gastbetriebe und Bars wieder aufsperren. Am 25. Mai öffnen schließlich alle Beherbergungsbetriebe und der Urlaub auf dem Bauernhof. „Wir begrüßen den Neustart, der den Bürgerinnen und Bürgern wieder schrittweise eine neue Normalität zurückbringt“, sagt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Zwar sei die Landwirtschaft insgesamt von den Beschränkungen weniger als andere Sektoren betroffen gewesen, die Weinwirtschaft, die Gärtnereien und der Zu- und Nebenerwerb hätten aber auch stark unter den Coronamaßnahmen gelitten.

Hoffen auf guten Weinabsatz
„Wir hoffen, dass mit der Wiedereröffnung der Bars und Restaurants auch der Weinverkauf wieder startet. In den letzten Wochen ist der Absatz zum Erliegen gekommen“, erklärt Tiefenthaler. Massiv betroffen ist auch der Zu- und Nebenerwerb. Nach zwei Monaten Zwangspause werden wieder die Hof- und Buschenschankbetriebe öffnen. „Damit ist dieser wichtige Zuerwerb wieder möglich.“ Gleiches gilt für die über 2.500 UaB-Betriebe, die in Kürze aufsperren dürfen. Und auch die Direktvermarkter können aufatmen, weil die Bauernmärkte wieder geöffnet haben und auch die Hofläden wieder freier zugänglich sind – gerade noch rechtzeitig zum Start in die neue Saison. 

Eine wichtige Neuerung betrifft die Eigenerklärung: Man darf sich innerhalb des Landesgebietes frei bewegen.

Bauernbund: Beratungen ab 18. Mai, aber nur mit Termin
Der Südtiroler Bauernbund bereitet sich ebenfalls für den Neustart vor: „Ab 18. Mai bieten wir wieder Beratungen in den Bezirksbüros und am Hauptsitz in Bozen an – aber nur mit einem vorgemerkten Termin, wobei die Vormerkungen nächste Woche starten“, erklärt Direktor Siegfried Rinner. Damit die Lockerungen aufrecht bleiben bzw. Einschränkungen weiter schrittweise wegfallen können, appelliert der Südtiroler Bauernbund, die bekannten Hygienemaßnahmen genauestens zu befolgen, da das Virus nicht verschwunden ist. Das gelte nicht nur für den Alltag, sondern besonders für die Betreiber von Beherbergungsbetrieben, Schankbetrieben sowie Geschäften und Hofläden. Zudem hofft der Südtiroler Bauernbund, dass die Erkenntnisse aus der Coronakrise – unter anderem, dass es eine funktionierende Nahversorgung auch in der Peripherie braucht und dass eine lokale Lebensmittelproduktion für die Versorgungssicherheit notwendig ist – bestehen bleiben. 

Welche Änderungen sich wegen des Landesgesetzes im Detail ergeben, und was es im für UaB-Betriebe, Direktvermarkter und Hof- bzw. Buschenschänke bedeutet, ist  in einem Rundschreiben des "Roten Hahn" zusammengefasst.