Bauernbund, Südtiroler Landwirt | 29.04.2020

Vorbereiten auf die „Phase zwei“

Langsam bekommt Italien und auch Südtirol den epidemiologischen Notstand in den Griff. Die Zahlen der Neuerkrankungen an Covid-19 gehen zurück. Auch der Bauernbund bereitet sich auf die vielzitierte „Phase zwei“ vor.  von Josef Haller

Nach strengen Vorgaben und unter Einhaltung aller geltenden Sicherheitsbestimmungen will der Bauernbund bald Parteienverkehr ermöglichen.

Nach strengen Vorgaben und unter Einhaltung aller geltenden Sicherheitsbestimmungen will der Bauernbund bald Parteienverkehr ermöglichen.

Seit Tagen laufen auf allen Ebenen die Pläne für die Umsetzung der „Phase zwei“. „Phase 2“ bedeutet, mit dem Virus leben zu lernen. Diese Phase wird sich wohl fortsetzen, bis ein Impfstoff bzw. wirksame Medikamente vorhanden sind. 

Auch der Südtiroler Bauernbund bereitet sich auf diese „Phase zwei“ vor. Es müssen organisatorische, präventive und Schutzmaßnahmen für eine mögliche Öffnung der Bauernbund-Büros für den Parteienverkehr getroffen werden. Einen Zugang für Mitglieder bzw. Besucher wird es über einen längeren Zeitraum nur mit Termin, einzeln und ausschließlich bei Notwendigkeit geben. 

Möglichst viele Dienstleistungen werden weiterhin telefonisch, per Mail und online angeboten und durchgeführt. Der Bauernbund hatte schon vor der Krise ein umfangreiches Online-Leistungspaket. Dieses wurde in den vergangenen Wochen ausgedehnt und optimiert. 

Zu diesem Online-Dienstleistungspaket  gehören alle Leistungen für Arbeitgeber und viele Leistungen der anderen Abteilungen wie Steuerabteilung, Förderungen, Sozialberatung, Patronat usw. 

Sobald es möglich ist, wird es Unterschriftsaktionen geben. Diese werden heuer ausschließlich mit Terminvereinbarung möglich sein und sie werden voraussichtlich ab Mitte Mai beginnen. 

Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner unterstreicht: „Es muss gelingen, Menschenansammlungen zu vermeiden. Dies ist nur möglich, wenn sie sorgfältig geplant werden und sich die betroffenen Mitglieder auch daran halten. Ausnahmen sind daher nicht möglich!“

So erhalten Mitglieder ihre Termine

Für alle Dienstleistungen, die Mitglieder standardmäßig in Anspruch nehmen – wie zum Beispiel Förderungsansuchen oder Ansuchen Zuschuss Bauernversicherung – werden  Termine vergeben. Das Mitglied muss sich also nicht um die Terminvereinbarung kümmern, sondern nur den zugeteilten Termin wahrnehmen. 

Für andere, zusätzliche oder einmalige Leistungen können Mitglieder jederzeit einen Termin telefonisch oder per Mail vereinbaren. Im Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter wird besprochen, ob ein Beratungsgespräch notwendig ist oder ob die Leistung auch telefonisch, per Mail oder online möglich ist. 

Zugang zu Bauernbund-Büros nur nach Vereinbarung

Sobald der Parteienverkehr wieder starten kann, ist ein Zugang zu den Büros ausschließlich mittels Terminvereinbarung möglich, und zwar zu nachfolgenden Auflagen:

  • Terminvormerkung: Es wurde ein Termin vereinbart und dieser wird eingehalten. Das bedeutet auch, die vereinbarte Uhrzeit wird genau eingehalten.
  • Das Mitglied bzw. der Besucher muss alleine erscheinen und darf nur dann begleitet werden, wenn das unbedingt notwendig ist (z. B. Gehbehinderte).
  • Bei allen Eingängen sind Desinfektionsspender aufgestellt. Die Besucher sind angehalten, sich nach dem Betreten des Gebäudes die Hände zu desinfizieren.
  • Für alle Besucher besteht die Pflicht, Nase und Mund zu bedecken. 
  • Es muss ausnahmslos ein Mindestabstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen eingehalten werden. Auch Bodenmarkierungen, welche Abstände zu anderen Personen anzeigen, sind unbedingt zu beachten.
  • Die Benutzung der Aufzüge sollte vermieden werden. In jedem Fall darf der Aufzug nur einzeln benutzt werden.
  • Personen dürfen sich im Hause nur für den notwendigen und vorab vereinbarten Zeitraum aufhalten. Anschließend müssen sie das Haus verlassen.
  • Personen mit Fieber über 37,5 Grad oder Krankheitssymptomen dürfen das Gebäude nicht betreten – das Fiebermessen muss jeder selbst erledigen. Vereinbarte Termine müssen verschoben werden. 

Die Bauernbund-Mitarbeiter sind verpflichtet, die Einhaltung dieser Maßnahmen zu kontrollieren und deren Einhaltung ausnahmslos einzufordern. Dies geschieht, um die Öffnung der Büros aufrechtzuerhalten und die Dienstleistungen anbieten zu können. „Die Gesundheit der Mitglieder und der Mitarbeiter haben auch weiterhin oberste Priorität“, stellt Rinner klar.