Arbeitssicherheit | 20.02.2020

INAIL fördert Maschinenkauf

Der Ankauf neuer land- und forstwirtschaftlicher Maschinen wird auch in diesem Jahr wieder vom nationalen Unfallinstitut INAIL gefördert. Ziel der Förderung ist es, die betriebliche Leistung zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen. von Stephen Gallmetzer Kaufmann

Bild: Pixabay

Bild: Pixabay

Wie bereits im Landwirt Nr. 1 vom 24. Jänner 2020 angekündigt, fördert das nationale Unfallinstitut INAIL heuer, zum zehnten Jahr in Folge, den Ankauf von neuen landwirtschaftlichen Maschinen. Das Ziel dieser Förderung ist, die Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen der landwirtschaftlichen Betriebe zu erhöhen und die betrieblichen Leistungen zu verbessern.

Fördergelder

Für die Südtiroler Landwirtschaftsbetriebe sind insgesamt 1.478.114 Euro vorgesehen. Diese Geldmittel werden wiederum auf zwei Schienen aufgeteilt:

  • Schiene 1 – für landwirtschaftliche Betriebe stehen 1.059.505 Euro zur Verfügung;
  • Schiene 2 – für Junglandwirte  stehen 418.609 Euro zur Verfügung.

Voraussetzungen

Für das Ansuchen gelten bestimmte Anforderungen, welche der Betrieb erfüllen muss. Dazu zählen unter anderem:

  • Produktionstätigkeit in der Autonomen Provinz Bozen;
  • Eintragung in der Sondersektion Landwirtschaft beim Handelsregister vor dem 19.12.2019;
  • Inhaber einer aktiven landwirtschaftlichen MwSt.-Position;
  • alle Sozialbeitragspflichten werden erfüllt;
  • keine weiteren öffentlichen Beiträge wurden für dasselbe Projekt beantragt bzw. wurden erhalten;
  • weiters dürfen die Betriebe keine Zulassung zur Finanzierung für die Ausschreibung Bando INAIL in den vorhergehenden drei Jahren, also 2016, 2017 und 2018,  erhalten haben.

Förderbare Projekte

Förderungswürdig ist ausschließlich der Ankauf neuer land- oder forstwirtschaftlicher Maschinen mit dem Ziel, die Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu erhöhen sowie eine Verbesserung der betrieblichen Leistung zu erreichen. Weiters müssen diese den geltenden Bestimmungen (CE-Konform) entsprechen. Beim Ausfüllen des Online-Gesuchs muss eine Mindestpunktezahl erreicht werden. Da verschiedene Parameter (u. a. Abgaswerte, Lärmwerte) beim Gesuch möglich sind, muss von Fall zu Fall überprüft werden, ob die Mindestpunktezahl erreicht wird. Dies dürfte aber beim Ansuchen für Traktoren, Transporter, Mähtracs, Mähmaschinen, Hebebühnen/Obsterntemaschinen und unter bestimmten Bedingungen für Sprüher möglich sein. Jeder Antragsteller kann bis zu maximal zwei neue Arbeitsmittel ankaufen. In diesem Fall muss mit beiden Arbeitsmitteln die Mindestpunktezahl erreicht werden. Auf jeden Fall muss jedes Gesuch einzeln überprüft werden. 

Beitragshöhe

Die Beitragsuntergrenze beläuft sich auf 1000 Euro und die Beitragsobergrenze auf 60.000 Euro. Die zuschussfähigen Kosten (ohne MwSt.) werden anhand des Kostenvoranschlages berechnet, anerkannt werden maximal 80 Prozent der geltenden Preisliste. Der Förderbeitrag beläuft sich auf 40 Prozent für die Schiene 1 (für landwirtschaftliche Betriebe) und auf 50 Prozent für die Schiene 2 (Junglandwirte).

Zeitrahmen

Das Ansuchen kann vom 16. April bis zum 29. Mai 2020 im Online-Portal ausgefüllt werden. Anschließend erhält man einen Identifizierungskodex für das Abschicken des Gesuches. Ab 5. Juni 2020 wird dann das Datum mitgeteilt, an welchem das Online-Gesuch (Identifizierungskodex) abgeschickt werden kann. Auch heuer können die Gesuche nur online über das Portal des INAIL eingereicht werden, und die Beitragsvergabe erfolgt wieder nach dem „Click-day“-Verfahren: Das heißt, der Schnellere kommt zum Zug.

Bildschirmfoto 2020-02-20 um 11.25.13
Gesuchabwicklung 

Betriebe, die in der Rangliste zum weiteren Verfahren zugelassen werden, haben anschließend 30 Tage Zeit, die verschiedenen Unterlagen ans INAIL zu übermitteln. Anschließend erfolgt die technische/verwaltungsmäßige Überprüfung der Dokumentation durchs ­INAIL und innerhalb von 120 Tagen ab der Fälligkeit der Einreichfrist erfolgt die Mitteilung über die Zulassung zum Beitrag.

Wird das Gesuch positiv beurteilt, muss das Projekt innerhalb von 365 Tagen ab Datum des Erhalts der Mitteilung über die Zulassung zum Beitrag umgesetzt und abgerechnet werden.
Der Ansuchende erhält eine Mitteilung vonseiten des INAIL, wann er die Maschine kaufen darf.

Bauernbund hilft und berät 

Selbstverständlich hilft der Südtiroler Bauernbund seinen Mitgliedern durch Beratung und beim Online-Ausfüllen der Projekte. Interessierte Bauern können sich ab 16. März 2020 im jeweiligen Bezirksbüro beraten lassen und erhalten dort auch alle notwendigen Informationen rund um diese Maschinen-Förderung.
Um die vollständige Abwicklung des Gesuches gewährleisten zu können, ist es empfehlenswert sich frühzeitig im Bezirk zu melden.