Bauernbund | 04.12.2019

ALPJOBS: Jugendliche für die Zukunft fit machen

Welche Kompetenzen Jugendliche und junge Erwachsene in abgelegenen Gebieten zukünftig für den Arbeitsmarkt benötigen, war Inhalt des EU-Projekts ALPJOBS. Im Gründer- und Innovationszentrum BASIS in Schlanders wurde das Projekt kürzlich abgeschlossen und Bilanz gezogen.

Im Rahmen des EU-Projektes Alpjobs wurden jene Kompetenzen gesucht, die zukünftig auf dem Arbeitsmarkt wichtig sind.

Im Rahmen des EU-Projektes Alpjobs wurden jene Kompetenzen gesucht, die zukünftig auf dem Arbeitsmarkt wichtig sind.

Zusammen mit fünf Partnern aus dem Alpenraum, Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Bildung und jungen Menschen hat die Plattform Land Kompetenzen erhoben, die für Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft wichtig sein werden, die neue Perspektiven eröffnen und eine Abwanderung verhindern.
Einig waren sich die rund 40 Teilnehmer mit den anwesenden Vinschger Unternehmern und Bildungsverantwortlichen, dass Offenheit für Neues und Durchhaltevermögen neben dem obligatorischen Fachwissen die Schlüsselkompetenzen der Zukunft sein werden.

Ausbildung: Überblick verschaffen
Einige Diskussionsteilnehmer hoben zudem die große Bedeutung einer praxisorientierten Ausbildung hervor. Auch müssen junge Menschen einen Überblick über die zahlreichen beruflichen Ausbildungsoptionen und Berufsbilder im Vinschgau erhalten. Dazu wurde, als eines der konkreten Projektergebnisse, die Einführung eines Vinschger Berufsorientierungsjahres vorgeschlagen. Dabei können junge Menschen verschiedene Praktika in unterschiedlichen Unternehmen, aber auch in Bildungseinrichtungen und Vereinen absolvieren.
In der Landwirtschaft werden konkret Kenntnisse über die Präzisionslandwirtschaft, den Anbau und beispielsweise über das Saatgut zunehmend wichtiger. 

Sinnvolle Tätigkeiten gefragt  
Einer der Referenten, der Schweizer Lorenzo Heis, zeigte anhand seiner Lebensgeschichte auf, was gerade im ländlichen Raum noch wichtig ist. In Valposchiavo geboren und dort aufgewachsen, zog Heis für sein Studium nach St. Gallen und dann arbeitsbedingt nach Zürich. Inzwischen ist er wieder in Valposchiavo tätig und engagiert sich im Bereich des Klimaschutzes. „Entscheidend für meinen Entschluss zurückzukehren war, dass ich eine Tätigkeit fand, die für mich sinnvoll ist.“ Auch das trage, neben all dem Gesagten, dazu bei, dass Menschen auf dem Land bleiben bzw. wieder dorthin zurückkehren.