Steuerberatung | 03.07.2019

Aufschub der telematischen Tageseinnahmen

Einzelhändler, Restaurants und alle gleichgestellten Unternehmen, darunter auch UaB-Betriebe, die ab dem 1. Juli von den telematischen Tageseinnahmen betroffen sind, bekommen nun mehr Zeit. Es wurde ein teilweiser Aufschub von 6 Monate gewährt.

Die Pflicht der telematischen Tageseinnahmen wurde u. a. für den Urlaub auf dem Bauernhof um 6 Monate aufgeschoben.

Die Pflicht der telematischen Tageseinnahmen wurde u. a. für den Urlaub auf dem Bauernhof um 6 Monate aufgeschoben.

Seit 1. Juli sind all jene Unternehmen von der neuen Pflicht betroffen, deren Vorjahresumsatz 400.000 Euro übersteigt. Diese Unternehmen müssen sich eine telematische Registrierkasse anschaffen, die einen sogenannten Handelsbeleg erstellt, diesen elektronisch speichert und die telematische Versendung an die Agentur der Einnahmen vornimmt. Die Versendung wird von der Registrierkasse normalerweise automatisch vorgenommen sobald der Tagesabschluss gemacht wird.
Aufschub für 6 Monate
Nun wurde ein teilweiser Aufschub von sechs Monaten für all jene Betriebe gewährt, die noch keine elektronische Registrierkasse besitzen. Konkret bedeutet dies, dass an Stelle des Handelsbelegs weiterhin Steuerquittungen (ricevute fiscali) oder Kassabelege (scontrini fiscali) ausgestellt werden können. Wird die Dokumentation so wie in der Vergangenheit fortgeführt, besteht auch weiterhin die Pflicht, die Einträge im Tagesinkassoregister vorzunehmen. Die Tageseinnahmen müssen dann jedoch innerhalb des darauffolgenden Monats der Agentur der Einnahmen telematisch gemeldet werden. Konkret bedeutet dies, dass die Juli-Operationen innerhalb 31. August telematisch zu melden sind.
Durchführungsbestimmung fehlt
Die Art und Weise, wie diese neue Meldepflicht erfüllt werden kann, muss mit einer Durchführungsbestimmung geklärt werden. Diese Bestimmung fehlt jedoch derzeit noch, wird aber demnächst erwartet.