Steuerberatung | 20.06.2019

Nummerierung der E-Rechnungen

Wenn Landwirtschaftsbetriebe im Pauschalsystem von der MwSt.-Registerführung befreit sind, aber Verkäufe tätigen, müssen sie vom Käufer eine Eigenrechnung verlangen. Acht zu geben ist dabei auf die Nummerierung!

Achtung bei Nummerierung von E-Rechnungen

Achtung bei Nummerierung von E-Rechnungen

Landwirtschaftsbetriebe im Pauschalsystem sind von der MwSt.-Registerführung befreit, sofern ihr Vorjahresumsatz unter 7000 Euro liegt. Damit die Befreiung nicht verloren geht, muss sich der Umsatz im laufenden Jahr mindestens zu zwei Dritteln aus dem Verkauf von selbst erzeugten landwirtschaftlichen Produkten (mit Kompensierungssatz) zusammensetzen.

Rechnungslegung durch den Käufer
Die befreiten Betriebe stellen beim Verkauf ihrer Produkte keine Rechnung aus, sondern verlangen vom Käufer eine Eigenrechnung. Der Käufer stellt die Eigenrechnung mit Kompensierungssatz aus, wenn es sich um ein landwirtschaftliches Produkt handelt (z. B. Verkauf von Äpfeln, Eiern, Milch). Wird hingegen ein nicht landwirtschaftliches Produkt verkauft, muss die Eigenrechnung mit Mehrwertsteuersatz ausgestellt werden. Ein Beispiel hierfür ist der Verkauf von Geräten und Maschinen oder Dienstleistungen.

Beliebige Nummerierung 
Der Käufer, der einen Einkauf bei einem befreiten Landwirtschaftsbetrieb tätigt, muss somit eine elektronische Eigenrechnung mit getrennter Nummerierung ausstellen. Die Nummerierung der Eigenrechnung muss sich von der ordentlichen Rechnungsnummerierung unterscheiden. 
Der Käufer kann, unter Einhaltung der ordnungsgemäßen Buchhaltung, die Nummerierung der Eigenrechnung frei wählen, sofern diese progressiv und eindeutig ist. Zum Beispiel: 1/ER, 2/ER, 3/ER usw.
Der Käufer muss den befreiten Landwirtschaftsbetrieb schließlich die Rechnung in Papierform oder per Mail zukommen lassen.