Produktion, Südtiroler Landwirt | 09.05.2019

Großartige Gebiets-Fleckviehschau

Die Ausstellung im Gebiet Unterpustertal-Gadertal findet traditionell im fünfjährigen Rhythmus statt. Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit.

Alle Champion-Tiere der Gebietsschau auf einen Blick

Alle Champion-Tiere der Gebietsschau auf einen Blick

Aktuell befassen sich hier 500 Mitglieder mit der Fleckviehzucht, und sie halten rund 3000 Kühe unter Leistungskontrolle. 45 Züchter stellten in Vertretung des gesamten Gebietes ihre besten 67 Tiere in elf Kategorien der Öffentlichkeit vor.
Der Schaurichter Hubert Schönenberger kommentierte seine Entscheidungen eindrucksvoll. Stolz war das Ok-Team auch auf die Beteiligung der sechs Sprinzenzüchter. Als alteingesessene Rasse gehört sie besonders in diesem Gebiet zur traditionellen Rasselandschaft.  

Fleckvieh begeistert die Besucher aus nah und fern
Der Preisrichter aus Baden-Württemberg hatte mit der sehr guten Qualität der Tiere eine sichtliche Freude. Viel auszusetzen hatte er nicht, denn die 55 Kühe und elf Kalbinnen zeigten eindrucksvoll die Weiterentwicklung des Fleckviehs als Zweinutzungsrasse in der gut gefüllten Versteigerungshalle in St. Lorenzen.
Eine Steigerung bei den aufgetriebenen Jungkühen auf 31 Kilogramm Milch Einsatzleistung und bei den Mehrmelkkühen auf 8900 Kilogramm Milch machten die anwesenden Züchter glücklich, und die Simmentaler Kuh begeisterte.
In den Abteilungen wurden alle gereiht und jeweils eine Gruppensiegerin bestimmt, aus denen die fünf Champions der Ausstellung gekürt wurden.

Zwei Champions kommen aus Stefansdorf
Gesamtchampion bei den Jungkühen wurde die Manuap-Tochter Zenzi von Manfred Gräber, Weliser aus Stefansdorf, die unter den 26 Jungkühen im Euter und Typ hervorstach. Mit einem Abkalbealter von 29 Monaten zeigte sie Reife und ordentliche Bemuskelung bei einer Leistung von 40,2 Kilogramm Milch.
An der Nummer 48 im Katalog kam bei den Kühen, die zwischen der zweiten und dritten Kalbung standen, keiner vorbei. Johann Hofer, Hinterhauser aus Stefansdorf, feierte mit seiner Vanadin-Tochter Valencia einen unangefochtenen Sieg. Sie zeigte als Zweitmelkkuh einen gut entwickelten Typ, kombiniert mit einem optimal sitzenden Euter.

Zwei Titel gehen an die Altkuh Ronda
Zum Champion bei den Altkühen und zugleich zur Gesamt-Eutersiegerin der Schau reichte es für die Nr. 63, Hupsol-Tochter Ronda im Besitz von Erich Kronbichler, Moarberger aus Reischach. Siebenjährig, mit fünf Abkalbungen und beachtlichen Höchstleistungen präsentierte sie sich noch jugendlich und unverbraucht und war die verdiente Siegerin. Mit zwei Titeln war sie die große Siegerin dieser Schau.
Die Gesamtsiegerin bei den trächtigen Kalbinnen wurde die Nummer sieben, die interessanterweise auch die Verlosungskalbin war.
Mit ihrer guten Typerscheinung wurde diese Rotberg-Tochter vom Schaurichter als bestes Tier ohne Abkalbung bestimmt. Sie wurde von Jakob Schraffl, Hattler aus St. Georgen/Bruneck gezüchtet.

Das Komitee mit OK-Chef Michael Treyer an der Spitze konnte ein zahlreiches Publikum aus vielen italienischen Provinzen sowie aus Österreich und Bayern begrüßen und am Ende der Veranstaltung eine zufriedenstellende Bilanz ziehen.
Organisatorisch alles im Griff hatten auch die Fleckvieh-Jungzüchter, die sich um die Verpflegung kümmerten.