Markt | 23.11.2018

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Entwicklung der Durchschnittspreise
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen: Bei den Jungkühen bzw. Erstlingskühen verliefen die Versteigerungen seit Jahresbeginn sehr wechselhaft. Im November lagen die Fleckvieh-Jungkühe (2.182 Euro) und die Braunvieh-Jungkühe (2.177 Euro) fast gleichauf.
Bei den Kalbinnen gab es im November eine erfreuliche Entwicklung nach oben für alle Rassen, den höchsten Preis erzielten mit deutlichem Abstand die Fleckvieh-Kalbinnen mit 2.215 Euro, Fast gleichauf lagen Braunvieh- (2.035 Euro) und Holstein-Kalbinnen (1.989 Euro).
Bei den Jungrindern gab es bei den Versteigerungen im November ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Fleckvieh- (956 Euro) und den Grauvieh-Tieren (951 Euro). 
Auch bei den Kälbern ging es knapp zu: Hier waren sogar drei Rassen nahe beisammen: Fleckvieh-Kälber erzielten 496 Euro, Braunvieh-Kälber kamen auf 478 Euro und Grauvieh-Tiere auf 475 Euro. 














Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckvieh