Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 22.11.2018

Auf zur wichtigsten Wahl!

Alle fünf Jahre werden die Ortsbauernräte und in der Folge die Funktionärsgremien auf Bezirks- und Landesebene neu bestellt. Für den Bauernbund geht es um eine starke flächendeckende Vertretung im ganzen Land. Am 2. Dezember fällt mit der Wahl der Ortsbauernräte der Startschuss. von Ulrich Höllrigl und Christoph Falkensteiner

Die Funktionäre sind das Rückgrat des Bauernbundes. In den nächsten Wochen werden sie auf allen Ebenen – Ort, Bezirk und Land – neu gewählt.

Die Funktionäre sind das Rückgrat des Bauernbundes. In den nächsten Wochen werden sie auf allen Ebenen – Ort, Bezirk und Land – neu gewählt.

Für den Bauernbund sind dies die wichtigsten Wahlen, weil es um den Fortbestand der bäuerlichen Interessenvertretung in den Großgemeinden bis in die entlegensten Weiler in unserem Land geht. Seit der Gründung des Bauernbundes im Jahr 1904 bilden Funktionäre das Rückgrat des Verbandes und sorgen dafür, dass bäuerliche Interessen und Anliegen auch außerhalb der Landwirtschaft Gehör finden. Dem unermüdlichen Einsatz und Fleiß der ehrenamtlichen Tätigen ist es zu verdanken, dass nicht nur der Bauernbund, sondern insgesamt die Südtiroler Landwirtschaft heute im europäischen Vergleich gut dasteht – trotz kleiner Höfe und schwieriger Arbeitsbedingungen am Berg.
Der Bauernbund verfügt mit seinen über 150 Ortsgruppen bei insgesamt 116 Gemeinden über ein einzigartiges kapillares Netz in Berg und Tal. Kein anderer Wirtschaftsverband in Südtirol ist so lokal und flächendeckend verankert wie der Bauernbund.

Wichtiges Sprachrohr vor Ort
Über 1100 Funktionäre sind Teil dieses Netzwerks und leisten die wichtige Verbandsarbeit auf Ortsebene. Sie sind das Sprachrohr der Mitglieder vor Ort, vertreten die Bäuerinnen und Bauern in ihrer Fraktion oder auf Gemeindeebene und bestimmen so maßgeblich die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes vor Ort mit. Sie sind es, die die Anliegen und Anregungen der Mitglieder sammeln, diese an den Bezirks- und Landesbauernrat weiterleiten und sich um Lösungen bemühen. Sie vertreten die Landwirtschaft in den Gemeindegremien, verfassen Stellungnahmen und Gutachten zu Projekten, fördern Kooperationen vor Ort, leisten ­Sensibilisierungsarbeit in der öffentlichen Diskussion, setzen sich für die Pflege von Brauchtum und bäuerlicher Kultur ein und organisieren Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Mitglieder.
Dabei haben sie stets das grundlegende Ziel vor Augen, das auch im ersten Artikel der Bauernbund-Satzungen festgeschrieben ist: den Schutz und die Förderung des gesamten Südtiroler Bauernstandes.

Hohe Wahlbeteiligung zeugt von Wertschätzung
Dafür verdienen sie Wertschätzung. Durch eine starke Wahlbeteiligung der Mitglieder wird diese zum Ausdruck gebracht und den Gewählten ein klarer Auftrag erteilt – nämlich aktiv die Geschicke der Landwirtschaft in die Hand zu nehmen und sich für einen lebendigen ländlichen Raum und günstige Rahmenbedingungen für die Bäuerinnen und Bauern in ihrem Ort einzusetzen.
Es ist immer wieder erstaunlich und höchst erfreulich, wie viele Bauern und auch Bäuerinnen sich als Kandidaten für diesen ehrenamtlichen und noblen Dienst für den Bauernstand zur Verfügung stellen. Sie sind bereit, sich für das Wohl der bäuerlichen Familien in ihrem Ort einzusetzen und für die Mitglieder ihrer Ortsgruppe zu „rennen“. Das ist in Zeiten, wo die Menschen mehr und mehr auf sich selbst bedacht sind, keine Selbstverständlichkeit. In diesem Sinne richtet Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler einen Aufruf an alle Bauernbund-Mitglieder: „Am besten können Sie das Engagement der Kandidaten wertschätzen, indem Sie zur Wahl gehen und Ihre Stimme abgeben! Bestimmen Sie mit! Wählen Sie die Vertreter Ihrer Ortsgruppe, die Ihrer Meinung nach die Interessen der Landwirtschaft am besten weiterbringen. Und bedenken Sie: Der Bauernbund ist nur so stark wie seine Mitglieder und seine gewählten Vertreter!“

So wird gewählt

Landesweit finden am Sonntag, 2. Dezember, die Neuwahlen der Ortsbauernräte des Südtiroler Bauernbundes statt. Anfang November sind hierzu die Wahlaufrufe mit detaillierten Informationen zum Wahlablauf verschickt worden.
Die Ortsgruppen mit Urnenwahl (Normalwahl) wählen einheitlich am 2. Dezember. Ort und Uhrzeit sind im genannten Schreiben angegeben.
Die Mitglieder der Ortsgruppen mit Briefwahl verwenden für die Wahl das Rücksendekuvert, welches dem Wahlaufruf beiliegt. Gültig sind die Kuverts mit Poststempel bis zum 26. November. Wer auf Nummer sicher gehen will, gibt das Kuvert ganz einfach innerhalb Freitag, 30. November, 12 Uhr, im zuständigen Bezirkssekretariat ab!