Markt | 10.10.2018

Großhandelspreise für Äpfel

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Bozen veröffentlicht regelmäßig eine Auflistung von Großhandelspreisen für verschiedene Produkte. Mit der Veröffentlichung dieser Preise für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten wollen wir eine Orientierung für die Lage am Apfelmarkt bieten. Die Preise für September 2018 sind jetzt verfügbar. von Bernhard Christanell

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Ein Blick auf die jüngsten Großhandelspreise für den Monat September zeigt, dass die ersten Preise für die neue Ernte bei den meisten verfügbaren Sorten in etwa auf dem Niveau des Jahres 2016 – und damit deutlich unter jenen des Vorjahres – liegen.  Im Monat September (in der Grafik ganz rechts) hat das WIFO Preise für die Apfelsorten Gala, Golden Delicious, Granny Smith und Red Delicious erhoben. Bei den veröffentlichten Preisen handelt es sich durchwegs um Bruttopreise, von denen die Kosten für Lagerung, Transport, Vermarktung usw. noch abgezogen werden müssen, um einen Anhaltspunkt für die zu erwartenden Auszahlungspreise zu erhalten.

Bei den Sorten Gala, Granny Smith und Red Delicious zeigt die Grafik, dass die Preise leicht über jenen von September 2016 (in der Grafik ganz links) liegen. Einzig bei der Sorte Golden Delicious ist das Preisniveau noch deutlich über jenem der September-Monate 2016 und 2017. Gegenüber dem Vormonat August gibt es bei Golden Delicious aktuell aber einen deutlichen Rückgang.

Aus der untenstehenden Grafik ist die Entwicklung der Preise seit September 2016 ersichtlich.




Zu den Daten
Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) der Handelskammer Bozen veröffentlicht die Großhandelspreise einmal pro Monat. Großhandelspreise sind jene Preise, welche der Großhändler an den Einzelhändler weiterverrechnet – im Falle der Äpfel sind dies also die Preise, welche die Genossenschaften an ihre Kunden verrechnen. Das WIFO gibt dabei für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten die Preise nach Qualitätsstufe und Fruchtgröße getrennt an – und zwar jeweils den Mindestpreis, den Höchstpreis und den Durchschnittspreis. Diese veröffentlichten Preise geben natürlich nicht die oft sehr rasche Preisentwicklung am aktuellen Markt wieder, sondern sind vielmehr eine Orientierung für den Marktverlauf im vorhergehenden Monat. Auch mit den Auszahlungspreisen für die Bauern lassen sich die Preise natürlich nicht direkt vergleichen, weil es sich bei den hier veröffentlichten Preisen um Bruttopreise handelt.